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Massive Kritik an Sparkassenplänen

Calenberger Neustadt, List und Davenstedt Massive Kritik an Sparkassenplänen

Sie wollen die Abwicklung der Sparkassenfilialen in der Calenberger Neustadt, der List und Davenstedt nicht einfach hinnehmen. In den Bezirksräten Mitte und A-Ba-Da formiert sich nach der Bekanntgabe der Sparkassen-Sparpläne Protest.

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Soll eingespart werden: Die Filiale in Davenstedt.

Quelle: Moers

Hannover. Selbstbedienung statt Schließung, so die Forderung der Politik vor Ort für die genannten Standorte. „Eine wohnortnahe Versorgung wird insbesondere für Senioren und Menschen mit Behinderungen benötigt“, schreibt Axel Hogh, Linken-Vertreter im Bezirksrat Mitte, in seinem Antrag, dem der Bezirksrat in seiner jüngsten Sitzung einmütig zugestimmt hat. Der Sparkassen-Vorstand solle überlegen, die beiden Sparkassen-Filialen in der Calenberger Straße und an der Lister Meile mit reduzierten Öffnungszeiten oder als Selbstbedienungs-Stellen zu erhalten, schlägt Hogh vor.

SPD protestiert gegen Schließung

Im Westen protestiert die SPD-Fraktion im Bezirksrat A-Ba-Da gegen die geplante Schließung der Filiale am Davenstedter Markt. In den kommenden Tagen soll eine Unterschriftenaktion im Stadtteil starten. Ziel ist es, die Sparkasse von ihrem Plan abzubringen, den Standort vollständig aufzugeben. „Die SPD-Bezirksratsfraktion kritisiert dieses Vorhaben auf das Äußerste“, so der Fraktionsvorsitzende und Kandidat für den Bezirksbürgermeisterposten Rainer Göbel. Die SPD im Ahlemer Bürgerhaus moniert, dass die Entscheidung „auf dem Rücken der Kunden“ durchgesetzt wird. „Wir sind der Meinung, dass auch in schwierigen Zeiten die Sparkassen die Anbindung an die Bevölkerung nicht vernachlässigen dürfen“, so Göbel. Die kommunale Bank habe demnach einen öffentlichen Auftrag, den private Geldinstitute nicht hätten. Bei aller wirtschaftlichen Notwendigkeit, die von der Kasse als Grund für den Sparkurs angeführt wird, müsste die Sparkasse an diesem Auftrag festhalten, kommentiert der Fraktionsvorsitzende.

Die Sparkasse Hannover will bis 2019 insgesamt 19 Filialen in Stadt und Umland schließen. 14 werden in Selbstbedienungs-Geschäftsstellen umgewandelt. Zehn weitere Filialen werden nur noch an zwei Tagen in der Woche öffnen. „Es kommen immer weniger Kunden in die kleinen Geschäftsstellen“, sagt Vorstandschef Heinrich Jagau. Außerdem zwänge der Trend zum Online-Banking die Bank zu der Modernisierung.

Von Mario Moers

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