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Reinigungsmaschinen schon wieder außer Gefecht

Kröpcke Reinigungsmaschinen schon wieder außer Gefecht

Der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha hat erhebliche Probleme bei der erst vor zweieinhalb Monaten gestarteten Dampfdruckreinigung des Pflasters in der Innenstadt von Hannover. Die beiden teuren Reinigungsmaschinen, die die Platten in der City eigentlich aufhellen sollten, fallen wegen technischer Probleme immer wieder aus. 

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Quelle: HAZ-Archiv

Hannover. Wegen technischer Probleme sind erneut die Reinigungsmaschinen der Aha ausgefallen. „Deshalb ist das Reinigungsbild nicht so einheitlich und ansehnlich wie geplant“, sagt Unternehmenssprecherin Helene Herich.

Grund dafür sei, dass Aha neuste Maschinen mit der Abgasnorm Euro 6 geordert habe, die es erst seit diesem Jahr gibt. „Um diese höhere Abgasnorm zu realisieren, musste der Hersteller die Konstruktion wesentlich verändern“, sagt Herich. Deshalb hätten sich durch den Dauereinsatz der Maschinen in den vergangenen Wochen „einige Schwierigkeiten ergeben, die zuvor mit der Nassreinigungsmaschine mit der Abgasnorm Euro 5 nicht aufgetreten sind“, sagt die Sprecherin. Im vergangenen Jahr hatte Aha den Dampfreiniger getestet, damals mit der Euro-5-Abgasnorm.

Jetzt werde der „geplante Reinigungszyklus immer mal wieder unterbrochen“, weil die Maschinen wegen Wartungs- und Reparaturarbeiten nicht immer zur Verfügung stünden. Derzeit arbeiteten die Konstrukteure „mit Hochdruck“ an einer Lösung der Probleme. Wann die Maschinen wieder komplett einsetzbar sind, sagte Herich nicht.

Kaugummi macht Maschinen zu schaffen

Auch die Reinigungsmaschine für Kaugummirückstände hat ein technisches Problem. Das Gerät soll eigentlich mit hohem Druck die zahlreichen im Innenstadtbereich festgetretenen Kaugummis entfernen. Aber das Wasser, mit dem die Maschine gefüllt wird, ist für die feinen Düsen zu verschmutzt. Die Düsen verstopfen, das Entfernen von Kaugummi ist nicht mehr möglich. Derzeit baut Aha in der City-Betriebsstätte ein neues Filtersystem ein, damit sich vor den Düsen der Maschine kein Sand oder andere Schmutzpartikel mehr absetzen können.

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Stolz hatten Aha-Chef Thomas Schwarz und Hannovers Wirtschaftsdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette die neuen Maschinen vom Typ Cityjet3000 Anfang Mai vorgestellt. Die Geräte, Stückpreis je 130 000 Euro, arbeiten nur mit Wasser, ohne chemische Zusatzstoffe. Das Wasser wird in der Maschine auf 90 Grad erhitzt und dann mit einem Druck von bis zu 280 Bar auf die Pflastersteine gespritzt. Bei der Vorstellung hatten Passanten gestaunt, wie hell die Platten werden. Normale Reinigungsmaschinen waren an dem Pflaster gescheitert, das mittlerweile überall in der Stadt verlegt wird, aber anfällig für Kaugummi- und Kakaoflecken ist.

Den Preis dafür aber zahlen alle Hannoveraner - und nicht erst seit diesem Monat. Die Gebühren wurden wegen der Anschaffung der Reinigungsgeräte bereits zum Januar 2015 um 1,3 Prozent erhöht. Sie werden nur in der Stadt Hannover erhoben, Aha hat den Auftrag zur Reinigung der öffentlichen Straßenflächen und Fußgängerzonen.

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