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2400 Kinder feiern Fest in der Oper
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Kultur 2400 Kinder feiern Fest in der Oper

Das Kinderfest ist der Oper gehört zu einer der beliebtesten Veranstaltungen des Jahres. Am Sonntag feierten unter dem Märchen-Motto "Es war einmal..." 2400 Kinder und ihre Eltern im Lavesbau.

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Einlochen mit dem Froschkönig: Tim Gollatz spielt mit der goldenen Kugel.

Quelle: Frank Wilde

Hannover. Wer sagt eigentlich, dass Mädchen immer nur Prinzessin sein wollen? Die achtjährige Eva-Marie Pabst jedenfalls findet es viel spannender, sich einmal von Markus Ahrenstedt, Rüstmeister in der Oper, als Ritter ausstaffieren zu lassen: „Das ist doch viel interessanter.“ Mit ihren Eltern war Eva-Marie in den Ferien im französischen Carcassonne und hat dort die mittelalterliche Festung besucht. Am Sonntag besuchte sie nun das Kinderfest in der Oper. Dort konnten sich die Kinder passend zum Motto „Es war einmal ...“ in Ritter oder Burgfräulein verwandeln lassen. Cornelia Kesting-Then-Bergh, die die Gesamtorganisation des Festes bereits zum 15. Mal übernommen hat, hatte mit Bühnenbildner Alexander Schauerte eine wahrhaft märchenhafte Welt geschaffen.

Morgens und nachmittags tummelten sich jeweils 1200 Kinder und Erwachsene auf einem Fest, das inzwischen schon so etwas wie ein Opernball für die Kleinen ist. Da putzen sich auch die kleinen Gäste heraus. Die fünfjährige Jule Berkemeier wusste jedenfalls ganz genau, was sie zum Fest anziehen wollte: das Kleid mit den Glitzersteinchen aus Indien, dazu die Ringe und Ohrclips vom Arielle-Meerjungfrauen-Kostüm und eine Krone. Also doch mal wieder eine Prinzessin. So ausgestattet, fehlte nur noch ein bunter Schmetterling im Gesicht, den Opernmitarbeiterin Maria Schubert Jule am Kinderschminkstand auf die Haut pinselte. Noch mehr Prinzessinnen waren naturgemäß beim „Froschkönig-Kugelspiel“ anzutreffen. Dort fielen kleine goldene Kugeln nicht in tiefe Brunnen, sondern mussten wie beim Minigolf eingelocht werden. Da trauten Deborah Hahn in der Rolle der Prinzessin und Frank-Kilian Marquardt als Froschkönig ihren Augen nicht, wie geschickt beispielsweise der kleine Tim Gollatz mit der goldenen Kugel umging.

Auch Tubist Ulrich Stamm staunte nicht schlecht. Die Tuba gehört schließlich nicht unbedingt zu den einfachsten unter den Instrumenten, die die Kinder beim Opernfest ausprobieren durften. Und obwohl der sechsjährige Felix Preißler fast komplett hinter dem Mundstück verschwand, brachte er doch einen Ton aus dem Instrument. Felix hingegen zeigte sich wenig beeindruckt von seiner Leistung: „Ich hätte lieber ein Schlagzeug ausprobiert“, gab er unumwunden zu. Oder wenigstens Pauken und Becken, wie er sie zuvor im Konzert gesehen und gehört hatte. Denn wie in jedem Jahr stand vor Spiel und Spaß in den Gängen der Oper zunächst ein Konzert, das eigens für die Kinder aufgeführt wurde.

In diesem Jahr führte Handpuppe Heini, der kleine Vampir, durchs Programm mit „Babar, dem kleinen Elefanten“. Zu hören war unter anderem um Musik von Camille Saint-Saëns, Henry Mancini und François Poulenc. „Das Konzert war klasse“, freute sich Philip Fedorov im Anschluss an das Konzert. Aber dann hatte der Siebenjährige schon keine Zeit mehr - schließlich wollte er Ringe auf Pinocchios hölzerne Nase werfen, denn die bot sich dazu zumindest beim Kinderfest unbedingt an.

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