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Geschäftsleute beklagen Zustand von Niki-de-Saint-Phalle Promenade

Beschwerde Geschäftsleute beklagen Zustand von Niki-de-Saint-Phalle Promenade

Verschmutzte Wege und Treppen, nicht beseitigte Baumängel und ein fortwährendes Problem mit üblen Gerüchen: Die Geschäftsleute in der Niki-de-Saint-Phalle Promenade beklagen den gegenwärtigen Zustand der unterirdischen Einkaufsmeile zwischen Kröpcke und Bahnhof und werfen der Vermietergesellschaft HRG mangelndes Engagement für den Standort vor.

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Ladeneigentuemer entlang der Passerelle stoeren sich vermehrt am schlechten Zustand des Komplexes und bemaengeln vor allem Dreck und kaputte Gebaeudeteile.

Quelle: Philipp von Ditfurth.

Hannover. „Der Bereich wird vernachlässigt, das Gesamterscheinungsbild stimmt nicht mehr“, sagt Stephan Hebink, der das Schmuckgeschäft Glamour in der Promenade betreibt. Er will nun mit anderen Geschäftsinhabern eine Interessengemeinschaft gründen, um die Anliegen der Mieter gemeinsam zu vertreten.

Auch in einem Brief an die Oberbürgermeister Stephan Weil sowie an den Beirat der kommunalen Tochtergesellschaft HRG listen Hebink und sein Geschäftspartner Lars Niemeier jetzt die Mängel bei Sauberkeit und Instandhaltung auf. So sammelten sich in Ecken von Treppenstufen und Fahrstühlen Dreck und Unrat, die rückwärtige Anlieferzone im Tiefgeschoss unterhalb des Mövenpick sei verschmutzt von Taubenkot und hin und wieder auch toten Tauben, Papierkörbe, Säulen seien verschmiert, eine defekte Metalltür und abgängige Treppenstufen stellten zum Teil eine Unfallgefahr dar. Zudem sei in den Geschäften sei immer wieder ein Geruch nach Fäkalien wahrzunehmen. Von schlechten Gerüchen berichten auch Ute Norisi vom Modegeschäft Solo und die Inhaberin des Geschenkartikelladens Fantasy, die beide schon in der „alten“ Passerelle ansässig waren. „Die Kunden beschweren sich bei uns“, sagt die Fantasy-Chefin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Bei der Filiale der Keksfabrik Parlasca hat man sogar schon ein Beschwerdebuch für die Kunden ausgelegt.

Helge Meier und Jan Hagemeister, zusammen Inhaber des Modegeschäftes Urban She und des „Hello Kitty“-Shops in der Niki-Promenade machen sich angesichts der Zustände zunehmend Sorgen um das Image der Passage. „Wir vermissen bei der Vermietergesellschaft die Leidenschaft für die Niki-Promenade“, sagt Meyer. Doch angesichts der Konkurrenz durch die Ernst-August-Galerie und der verschärften Wettbewerbssituation vor allem im Billigsegment durch die für den Herbst geplanten Eröffnung des großen Primark-Hauses in der südlichen Innenstadt müsse eigentlich alles getan werden, um die Niki-Promenade weiter attraktiv zu halten. „Da passt es nicht ins Bild, dass wir bereits im März auf eine defekte Stufe der Treppe in Höhe von Kaufhof hingewiesen haben und sie immer noch nicht repariert ist“, sagt Meyer.

„Wir haben die Repartur in Auftrag gegeben, doch die Fachfirma hatte Schwierigkeiten das passende Material zu besorgen, entgegnet Thomas Heinemann, Geschäftsführer der HRG. Er bemüht sich ansonsten gar nicht erst, die Beschwerden der Mieter zu entkräften. „Wir glauben unseren Mietern, dass es die Gerüche gibt, doch drei von uns beauftragte Fachfirmen haben immer noch nicht die Ursache gefunden“, sagt er. Man habe jetzt Briefe mit einer Telefonnummer verschickt, die bei erneut aufkommenden Gerüchen direkt angerufen werden könne. Gereinigt werde sei Umbau der Passrelle vor zehn Jahren drei Mal täglich, betont Heinemann. „Doch wir haben jetzt auch registriert, dass scheinbar mehr Dreck anfällt und daher eine Sonderreinigung beauftragt. „Wir fragen uns natürlich, woher kommt diese zusätzliche Verschmutzung“, sagt Heinemann.

Einiges könne auf die Dauerbaustelle am Kröpcke zurückgeführt werden, aber wohl nicht alles. Der vermehrte Taubendreck sei dadurch zu erklären, dass zuletzt das akustische Abwehrgerät für die Stadtvögel ausgefallen seiGegen den Vorwurf der Geschäftsleute, die HRG zeige zu wenig Engagement für den Standort: „Wir wollen auf jeden Fall verhindern, dass das Niveau nach unten geht“, betont er. Daher habe man sich bei der Neuvermietung der Flächen, die nach der Insolvenz der Boutiquen der Firma Love leerstanden auch um attraktive Mieter bemüht. Dem Vernehmen nach soll das Schuhunternehmen Gisy, das jetzt eine Zwischennutzung auf einer Teilfäche betreibt zum Ende des Sommers dort einen neuen Shop eröffnen. Auch füe die restlichen vier Flächen gebe es ab Mitte September neue Mieter, verspricht Heinemann.

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