Mitte. „Das Grundstück ist sehr attraktiv und erlaubt vielfältige Nutzungen“, sagte Matthias Zimmermann, Geschäftsführer der Firma Weser-Wohnungsbau. Sein Unternehmen hat das Grundstück gekauft und will im nächsten Jahr mit Abriss und Neubau beginnen. Baudezernent Uwe Bodemann teilte gestern den Baupolitikern des Rates mit, dass ein renommiert besetzter Architektenwettbewerb bereits laufe.
Investor Zimmermann verspricht, dass „drei augenfällige Gebäude mit Signalwirkung“ entstehen sollen. In Absprache mit der Bauverwaltung sei ein Wettbewerb gestartet worden, in dem neun Architekturbüros gegeneinander antreten. Das Büro werde mit 2200 Quadratmetern Mietfläche Platz für 100 Arbeitsplätze bieten. Das Hotel soll ein „Prizeotel“ der Kategorie „zwei Sterne plus“ werden und 120 Zimmer bieten. Zimmermann hat in Bremen bereits das erste Haus dieser Kette gebaut, das Konzept verspricht ein „Budget-Design-Hotel“. Die Tiefgarage soll erhalten, möglicherweise aber um einige ebenerdige Parkplätze ergänzt werden. Insgesamt will die Weser-Wohnungsbau rund 20 Millionen Euro investieren.
Seit IBM den Gebäudekomplex vor rund sechs Jahren verlassen hat, verwahrlost das Areal zunehmend. Das Gebäude beinhaltet klassische Großraumbüros. Es stammt zwar vom hannoverschen Nachkriegsarchitekten Dieter Oesterlen, steht aber im Gegensatz etwa zum Landtags-Plenargebäude nicht unter Denkmalschutz. Baudezernent Bodemann bestätigte, dass die Behörde beim Landesdenkmalamt angefragt habe, eine Unterschutzstellung aber nicht geplant sei. Die für eine Weiternutzung notwendigen technischen Veränderungen allein an der Fassade seien so groß, dass der Denkmalcharakter verloren gehen werde, habe das Landesamt mitgeteilt.
Bodemann hob im Ausschuss hervor, dass in der City große Bauprojekte in der Osterstraße (Deutsche Hypo), am Aegi (Deloitte) und am Raschplatz (neuer ZOB) projektiert sind. „Wir können uns glücklich schätzen, dass Hannover als Standort für Investoren sehr begehrt ist“, sagte Bodemann.
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