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Mitte Kinokönig Flebbe kündigt Vertrag vom Cinemaxx Nikolaistraße
Hannover Aus den Stadtteilen Mitte Kinokönig Flebbe kündigt Vertrag vom Cinemaxx Nikolaistraße
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00:15 27.12.2012
Von Conrad von Meding
Damit ging Flebbes Großkino-Projekt los: Das Cinemaxx in der Nikolaistraße. Jetzt ist unklar, wie lange der Betreiber Cinemaxx heißt. Quelle: Radel
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Hannover

Das Cinemaxx in der Nikolaistraße war 1991 das erste Großkino von Hans-Joachim Flebbe. Jetzt hat der Kinokönig mit hannoverschen Wurzeln überraschend den Mietvertrag der Kette gekündigt. Zum August 2013 muss Cinemaxx das Multiplexgebäude mit den zehn Kinosälen räumen – wenn man sich nicht auf die neuen Vertragskonditionen einlässt. Denn Flebbe, der sich 2008 vom Unternehmen Cinemaxx getrennt hatte, hat durchaus Alternativen. Das Haus gilt als rentabel. Als Immobilieneigentümer könnte Flebbe es ebenso gut an Mitbewerber wie Cinestar oder UCI vermieten – oder auch selbst nutzen. In Braunschweig betreibt Flebbe ein Multiplexkino, in etlichen anderen Städten experimentiert er mit Qualitätskino. Bisher sehr erfolgreich, wie man hört.

„Unser Ziel ist, den Vertrag mit Cinemaxx zu verlängern – aber es ist richtig, dass wir jetzt vorsorglich gekündigt haben“, sagte Flebbe am Sonntag, als er gegenüber der HAZ erstmals über seine Pläne sprach. Erst im November hatte er das Großgebäude in der Nikolaistraße von einer Bank gekauft. In der Branche heißt es, dass der Mietvertrag für das dortige Cinemaxx umsatzabhängig sei, Flebbe wolle den Vertrag ändern. Der frisch gebackene Eigentümer wollte Vertragsdetails am Sonntag nicht kommentieren, sagte aber: „Es erscheint sinnvoll, mit Auslaufen des Vertrags auch über Änderungen zu sprechen.“ 

Will der 61-Jährige im Zweifelsfall selbst ein Kino in den Räumen betreiben? Offiziell sagt er: „Eher nicht.“ Derzeit investiert er mit seinem Partner Heinz Lochmann („Traumpalast“, Stuttgart) rund 4,5 Millionen Euro in das Kino „Zoo-Palast“ in Berlin. „Das wird aber ein edleres Kino werden“, sagte Flebbe am Sonntag.

Premiumkinos hat Flebbe bereits Ende 2008 auf dem Kurfürstendamm in Berlin eröffnet, später eins in München, im März 2012 in Köln und jetzt gerade auf der Frankfurter Zeil. Liegesitze, Türsteher und Garderobe statt Popcorn auf dem Boden, Tacco-Soßengeruch und Handyklingeln während der Vorstellung. Zielgruppe seien Besucher ab 30 oder 40 Jahren, die ein hochwertiges Kinoerlebnis wünschten: „Dieses Konzept wird sich in den nächsten Jahren durchsetzen, es funktioniert aber nicht in einem Multiplexgebäude“, ist Flebbe sicher. Daher sei die Nikolaistraße eher nicht geeignet.

In Hannover betreibt Flebbe die Hochhaus-Lichtspiele, das Apollo-Kino und die Kinos am Raschplatz. Wann es Klarheit zur Zukunft des Cinemaxx in der Nikolaistraße gibt, ist offen. „Die Gespräche laufen“, sagt Flebbe dazu nur.

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