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Mitte Marstallbrücke in Hannover trägt neuen Namen
Hannover Aus den Stadtteilen Mitte Marstallbrücke in Hannover trägt neuen Namen
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19:58 13.12.2010
Von Conrad von Meding
Fertig saniert und mit neuem Titel: Die Marstallbrücke, die die Altstadt mit der Calenberger Neustadt verbindet, heißt jetzt Martin-Neuffer-Brücke. Quelle: Michael Thomas

In weiten Teilen der Bevölkerung hat diese Brücke einen ganz praktischen Namen: Flohmarktbrücke wird das elegante Bauwerk genannt, das die Innenstadt-Leine in drei großen Bögen überspannt und die Altstadt im Bereich des Marstalls mit der Calenberger Neustadt verbindet. Jeden Sonnabend bietet sie Flohmarkthändlern Platz für ihre Stände und stellt damit auch die Verbindung zwischen den Flohmarktzeilen am Hohen Ufer und dem Leibnizufer dar. Dass die Brücke bisher in Wahrheit nicht Flohmarkt-, sondern Marstallbrücke hieß, muss sich fortan keiner mehr merken, denn seit Montag trägt sie einen neuen Namen.

Jahrelang hatten Rat und Verwaltung nach einem angemessenen Ort gesucht, um den ehemaligen Oberstadtdirektor Martin Neuffer (1924 – 2004) zu ehren. Unter Neuffers Regie war die Stadt nach der tristen Nachkriegszeit bunter und farbenfroher geworden. Er hatte das bundesweit beachtete Straßenkunstprogramm und die Altstadtfeste ermöglicht, er ließ die jahrelang umstrittenen Nanas von Niki de Saint Phalle am Leineufer aufstellen, setzte sich für den „Roten Faden“ ein, forcierte den U-Bahn-Bau und unterstützte nach Kräften, dass Hannover als erste Stadt Deutschlands einen regelmäßigen Flohmarkt nach Pariser Vorbild erhielt. Vor seiner Zeit als Oberstadtdirektor von 1963 bis 1974 war er bereits ab 1958 persönlicher Referent des Innenministers und späteren Ministerpräsidenten Hinrich Wilhelm Kopf gewesen, später war er von 1974 bis 1980 Intendant des NDR in Hamburg. Die Verdienste Neuffers sind in Hannover unumstritten – auch, wenn in seine Zeit die Vorbereitungen für heute zum Teil ungeliebte Großprojekte wie das Ihme-Zentrum oder das Kröpcke-Center fielen.

Oberbürgermeister Stephan Weil enthüllt das Schild mit den Erläuterungen.

Oberbürgermeister Stephan Weil würdigte gestern Neuffers Lebenswerk und enthüllte das Straßenschild auf der Brücke mit der Namenslegende. Das auf das Jahr 1732 zurückgehende Bauwerk, nach Kriegszerstörungen 1953 wieder aufgebaut, ist gerade in elfmonatiger Bauzeit einer Totalsanierung unterzogen worden. Es hat im Inneren ein neues Tragwerk erhalten, außen wurde das Mauerwerk erneuert. Zum Bedauern vieler Nutzer ist die Wegeoberfläche – früher aus Ziegelsteinen gelegt – jetzt durch eine wasserundurchlässige Dichtschicht ersetzt worden. Die Stadt hofft, dass dadurch künftig kein Wasser mehr ins Innere eindringt und die Konstruktion schädigt. Noch etwas Gutes hat die Sanierung gehabt: Sie hat nur 380.000 Euro gekostet statt der veranschlagten 500.000 Euro. So etwas ist bei öffentlichen Bauvorhaben nur selten der Fall.

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