Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Mitte Nachfahr wird Pate für Ramberg-Grab
Hannover Aus den Stadtteilen Mitte Nachfahr wird Pate für Ramberg-Grab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:15 18.04.2012
Von Juliane Kaune
Mit Urkunde: Bürgermeister Bernd Strauch, neuer Pate Jürgen Behrens. Quelle: Martin Steiner
Anzeige
Mitte

Es sei etwas Außergewöhnliches, einen berühmten Verwandten zu haben, meint Jürgen Behrens. Seit 25 Jahren beschäftigt sich der 51-Jährige Lübecker mit dem Stammbaum seiner Familie - so lange ist es her, dass er zum ersten Mal vor dem Grab seines Urururgroßvaters Johann Heinrich Ramberg (1763-1840) auf dem Gartenfriedhof in Hannover stand. Am Sonnabend besuchte er wieder die Ruhestätte des Kunstmalers und Satirikers - dieses Mal in ganz besonderem Rahmen: Behrens hat die Patenschaft für das Grabmal seines Ahnen übernommen und wird sich für dessen Erhalt einsetzen. In einer Feierstunde mit Bürgermeister Bernd Strauch erhielt er die offizielle Urkunde der Stadt Hannover, der Eigentümerin des Friedhofs.

Der Verein „Renaissance Gartenfriedhof“ unter Vorsitz des früheren Landessuperintendenten Dieter Zinßer bemüht sich seit einiger Zeit, die Grünanlage an der Marienstraße aufzuwerten - unter anderem mit der Suche nach Paten für die 36 historischen Gräber, von denen etliche prominente Namen tragen. Behrens ist der Sechste, der eine Patenschaft übernommen hat. Den Anfang hatte im September 2011 die Stiftung Ahlers Pro Arte mit dem Grab von Lotte Kestner gemacht, es folgten die Gräber von Heinrich Tramm, Johann Christoph Salfeld, Heinrich Andreas Jakob Lutz und Adolph Hansing.

Die Lebensleistung Rambergs, nach dem eine Straße in der Oststadt benannt ist, würdigte Kunsthistorikerin Alheidis von Rohr. Sie berichtete über die vielfältigen Talente des Hannoveraners, der als Hofmaler, Theaterdekorateur, Zeichner, Grafiker und Buchillustrator arbeitete. „Das Landesmuseum und das Historische Museum besitzen noch Werke des Künstlers“, erklärte sie, kritisierte aber auch, diese würden nicht angemessen präsentiert.

„Ich habe leider keine künstlerisch Ader“, bedauerte Urururenkel Behrens. Der Postzusteller ist jüngst von Lübeck nach Seelze umgezogen und kann die Ahnenforschung nun direkt in der Heimatstadt seines berühmten Vorfahren betreiben.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Noch ein knappes Jahr sind nahe der Culemannstraße Skulpturen von elf Künstlern zu sehen. Das Thema der Ausstellung „Flusswärts 2“ ist die Entdeckung der Langsamkeit.

Michael Zgoll 15.04.2012

Am Donnerstag hat ein bislang unbekannter Taxifahrer eine Frau an der Celler Straße im Stadtteil Mitte angefahren und ist einfach weiter gefahren. Die 20-Jährige hatte ihr Fahrrad über einen Zebrastreifen geschoben und wurde dabei vom Auto erfasst. Sie erlitt leichte Verletzungen.

06.04.2012

Wieder wird ein kleines Stück des innerstädtischen Leineufers aufgewertet. 34 Bäume und mehr als 170 Büsche setzt die Stadt an der Westseite des Maschparks neben dem Restaurant Loretta’s in den Boden. Jahrzehntelang war dort ein trister Betriebshof des Grünflächenamts angesiedelt. Jetzt sollen der Spazierweg verlängert und das Ufer wieder verschönert werden.

Conrad von Meding 08.04.2012
Anzeige