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Neues Rondell auf dem Straßenstrich in Hannover

Mitte Neues Rondell auf dem Straßenstrich in Hannover

Die Pläne von Stadtverwaltung und Ratsmehrheit, die Brüderstraße am Postgiroamt in Hannover mit einer neuen Straßenverbindung zur Celler Straße zu öffnen, haben im Bezirksrat fraktionsübergreifend starke Bedenken ausgelöst.

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Mit der Öffnung der Brüderstraße – in der formal ein schwer kontrollierbares nächtliches Durchfahrverbot gilt – würde wieder ein attraktiver Rundkurs entstehen.

Quelle: Tim Schaarschmidt (Archivbild)

Die Sorge der Politiker: Dadurch könne wieder ein attraktiver Rundkurs auf Hannovers Straßenstrich entstehen, auf dem Freier stundenlang im Kreis fahren auf der Suche nach Bezahlsex. Die Polizei bestätigt diesen Zusammenhang, betont aber zugleich, dass sie darin kein Problem sieht. „Eine Großstadt muss das aushalten“, sagt Sprecher Stefan Wittke.

2005 waren nach scharfen Protesten von Anliegern und zähen politischen Debatten die Verkehrsführung am Straßenstrich und der Zuschnitt des Sperrbezirks geändert worden. Dadurch ist es Freiern praktisch unmöglich gemacht worden, durch beständiges Kreisfahren den lärmgeplagten Anwohnern auf die Nerven zu gehen. Der sogenannte Rundkurs ist derzeit erheblich erschwert.

Mit der Öffnung der Brüderstraße – in der formal ein schwer kontrollierbares nächtliches Durchfahrverbot gilt – würde wieder ein attraktiver Rundkurs entstehen. „Wir erwarten, dass Freier das ausnutzen werden“, sagt Polizeisprecher Wittke, „aber wir haben keine Sorgen deswegen.“ Die neue Dimension des Rundkurses werde „nicht vergleichbar“ mit der von vor 2005 sein. Auch seien an der Brüderstraße nur vergleichsweise wenige Anwohner betroffen.

Die Stadt benötigt die Straßenöffnung, weil sie mit ihrer Planung zu den Verkehrsbereichen Klagesmarkt/Goseriede zwar das dortige Areal erheblich aufwertet, dafür aber die bisherigen Fahrspuren der Goseriede zwischen Kapelle und Gewerkschaftshaus aufgeben muss. Dort entfallen auch etliche Parkplätze. Diese sollen ohne Verlust im Bereich des Postgiroamts neu entstehen.

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