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Preis für Stromanschluss am Kröpcke-Kiosk wird wohl reduziert

Energieversorgung Preis für Stromanschluss am Kröpcke-Kiosk wird wohl reduziert

Satte 25.000 Euro hatte Ilze Rodewald bezahlen sollen, weil zum allseitigen Erstaunen mitten in der dicht besiedelten Innenstadt von Hannover kein Stromkabel für den Anschluss ihres neuen Kiosks am Kröpcke liegt.

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Sucht nach dem geeigneten Stromanschluss für ihren Kiosk: Ilze Rodewald.

Quelle: Rainer Surrey

Hannover. Rodewald ist Besitzerin des zentralsten Kiosks der Stadt, und weil der jüngst dem Umbau des Kröpcke-Centers weichen musste, hat sie ohnehin schon 27.000 Euro für einen neuen Kiosk hingeblättert. Der steht jetzt nur etwas versetzt am Café Kröpcke, aber mit der Stromversorgung gibt es Probleme. „Es wäre nötig, für die Verlegung der Kabel 70 Meter weit auszubaggern“, sagt Stadtwerke-Sprecherin Bianca Bartels. Außerdem mache die „komplizierte bauliche Situation“ am Kröpcke die Verlegung eines speziellen Stahlschutzrohres notwendig, das die Kabel schützt. 25.000 Euro aber für Strom, den Rodewald nur für ihre Kasse und den Ticketdrucker der Üstra braucht – das ist der Geschäftsfrau zu viel.

Die Stadtwerke haben über die Angelegenheit wohl auch noch einmal nachgedacht: Jetzt haben sie einen Weg gefunden, den Preis für den Stromanschluss zumindest zu drücken. In Gesprächen mit der Stadt habe man festgestellt, dass diese ohnehin Tiefbauarbeiten am Kröpcke plant. Die Stadt wiederum hat den Stadtwerken nun angeboten, die in diesem Zusammenhang zu fertigenden Gräben einfach mit zu nutzen. „Noch prüfen wir die genauen Kosten dafür, aber der bisher kalkulierte Preis von 25.000 Euro dürfte dadurch um mehr als die Hälfte sinken“, sagt Bartels. Sollte all das nicht klappen, kann Rodewald noch auf Hilfe von anderer Seite hoffen. Ulrich Beyer, Geschäftsführer des Deveser Solarenergieunternehmens Solargy, bietet an, die Montage einer Photovoltaikanlage auf Rodewalds künftigem Kioskdach zu prüfen. „Das würde mit Sicherheit deutlich weniger als 25.000 Euro kosten, und Frau Rodewald müsste sich in Zukunft keine Sorgen mehr um ihre Stromrechnung machen“, wirbt Beyer.

Seine Firma hat schon die First Nations, das sind die Indianerstämme in Kanada, mit Strom versorgt und sogenannte Umsetzer zur Stromgewinnung in Tibet aufgestellt – „da werden wir für Frau Rodewald auch eine Lösung finden“, versichert Beyer. Diese würde er der Kioskbesitzerin zum Selbstkostenpreis anbieten. Über die ursprüngliche Kostenkalkulation der Stadtwerke könnte Beyer manches sagen, am Ende aber belässt er es vorsichtshalber bei der Formulierung, das Unternehmen sei mitunter „ein bisschen unflexibel“.

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