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Mitte Runderneuerung für den Pavillon am Raschplatz
Hannover Aus den Stadtteilen Mitte Runderneuerung für den Pavillon am Raschplatz
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20:19 28.12.2011
Von Veronika Thomas
Ein beliebter Treffpunkt: Seit fast 35 Jahren wird der Pavillon als Veranstaltungszentrum genutzt – nun wird er modernisiert und erhält ein neues Raumkonzept. Quelle: Behrens
Hannover

Eines der ältesten Provisorien der Stadt, der Pavillon am Raschplatz, soll für rund elf Millionen Euro baulich und sicherheitstechnisch komplett saniert werden. Anders als bisher geplant, ist die Runderneuerung nun nicht mehr in zwei Bauabschnitten, sondern in einem Rutsch vorgesehen. „Das wird ein spannendes Bauprojekt“, kündigte Wirtschaftsdezernent Hans Mönnighoff an. Noch in diesen Tagen soll die Verwaltungsdrucksache den Ratsgremien zugesandt werden, damit die Bauarbeiten nach einem Beschluss der Politiker zügig ausgeschrieben werden können. Geplanter Baustart ist im Herbst 2012, die Arbeiten dauern voraussichtlich ein Jahr. Auch das Café Mezzo muss wohl für sechs Monate schließen. Mit den Planungen wurde das Osnabrücker Büro Rohling (pbr) beauftragt, ein Spezialist für Veranstaltungszentren.

Der Pavillon war Anfang der siebziger Jahre als Ausweichquartier für das Deutsche Familien-Kaufhaus DeFaKa während des U-Bahn-Baus errichtet worden und sollte später abgerissen werden. Doch es kam anders: Die 1975 gegründete Bürgerinitiative (BI) Raschplatz unterschrieb 1977 den ersten Nutzungsvertrag mit der Stadt, um die leer stehenden Räume für kulturelle Zwecke zu nutzen. Jetzt, fast 35 Jahre später, wird die marode Immobilie endlich dem Stand der Technik angepasst. Das Gebäude erhält wärmegedämmte Türen und Fenster, eine moderne Heizungsanlage und neue Sanitäreinrichtungen.

Vorgesehen ist auch ein optimiertes Raumkonzept. Der aus Zeiten des alten Kaufhauses stammende Gang, der quer durchs Gebäude verläuft, verschwindet. Zudem sehen die Pläne, die in den vergangenen Monaten mit der Verwaltung, der BI und den Nutzergruppen verhandelt wurden, ein vergrößertes Foyer und einen Veranstaltungssaal für 1300 Personen vor (bei Bestuhlung bleibt Platz für 700 Gäste). Neu ist, dass die Decke über der Bühne acht statt fünf Meter hoch sein wird. „Dadurch können wir ganz andere Veranstaltungen anbieten“, sagte Geschäftsführer Christoph Sure. Alle Wände werden lärmgedämmt, sodass mehrere Veranstaltungen gleichzeitig stattfinden können. Auch die Theaterwerkstatt, die Stadtteilbibliothek mit dem stadtweit größten Bestand an internationaler Literatur, der Verein Workshop und die Kita erhalten Räume neuen Zuschnitts.

Allerdings wird die Stadt das aus Sicherheitsgründen inzwischen gesperrte obere Geschoss nicht sanieren, sondern nur baulich sichern und dann versiegeln. „Das ist günstiger als ein Abriss“, sagte Mönnighoff. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach werde erhalten. Überdies würden die Räume im Obergeschoss von der Volkshochschule nicht mehr benötigt, weil diese an das Hohe Ufer umziehe. Die BI wiederum will die 1000 Quadratmeter umfassenden Flächen im Obergeschoss auf eigene Kosten sanieren, um diese als Büro-, Verwaltungs- und Seminarräume zu nutzen. Zwischen 1,1 und 2 Millionen Euro sind veranschlagt. Zudem muss der Verein für die Modernisierung des Café Mezzo 200 000 Euro aufbringen.

In den nächsten Monaten wollen die Betreiber und alle Nutzergruppen ein neues Programmprofil und ein Umzugskonzept entwickeln. Als Ausweichquartiere kommen das Theater am Aegi und das Schauspielhaus infrage. „Trotz des Umbaus werden wir weiterhin Veranstaltungen wie das Fest der Kulturen zu Pfingsten organisieren“, versprach Sure.

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