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Mitte Streit um Fachwerkhaus am Leineufer
Hannover Aus den Stadtteilen Mitte Streit um Fachwerkhaus am Leineufer
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08:29 04.01.2012
Von Conrad von Meding
Die Leineinsel um 1900. Sie wurde später verschüttet. Quelle: Archivfoto
Mitte

Der Verein will das kleine Fachwerkhaus auf der Uferpromenade komplett mit eigenem Geld originalgetreu wiederaufbauen. Das Grundstück will der Verein von der Stadt kaufen oder pachten. Im Inneren soll es Ausstellungen geben. 150 Jahre lang hatten auf dem Grundstück, von dem die sogenannte Sommerbrücke über die Leine zur historischen Leineinsel führte, Generationen von Scherenschleifern ihre Dienste angeboten. Im Krieg wurde das Haus zerstört, die Leineinsel wurde später verschüttet, um die Straße Am Leibnizufer als Teil des breiten Cityrings bauen zu können.

Die Stadt lehnt den Wiederaufbau vor allem mit Hinweis auf den Denkmalschutz ab. Die Uferlandschaft sei eine Art Gesamtkunstwerk mit Elementen aus dem Mittelalter und der Wiederaufbauzeit, weitere Eingriffe seien nicht sinnvoll. Auf eine offizielle Bauvoranfrage des Vereins hatte die Stadt einen abschlägigen Bescheid erteilt. Jetzt haben Vereinsmitglieder mehrere Gespräche mit Oberbürgermeister Stephan Weil, Kulturdezernentin Marlis Drevermann, Stadtbaurat Uwe Bodemann und Denkmalpfleger Jörg Maaß geführt.

Bei Kulturdezernentin und Oberbürgermeister sei die Resonanz „insgesamt sehr positiv gewesen“, sagt Vereinsvorsitzender Hoffmeyer. Im Baudezernat hingegen sei man auf deutliche Ablehnung gestoßen. Auf den Vorschlag einer Bürgerbefragung soll der Dezernent nach Darstellung des Vereins gesagt haben: „Wo kommen wir denn hin, wenn Bürger über solche Bauvorhaben abstimmen dürften?“

Die Stadt will dieses Zitat nicht bestätigen. Richtig sei, dass für ein derartiges Projekt der Bebauungsplan geändert werden müsse, und das könnten nicht Bürger entscheiden, sondern einzig der Rat, sagt Sprecher Andreas Möser. Die Entscheidung, das Bauvorhaben abzulehnen, sei „mit dem Oberbürgermeister abgestimmt“.

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