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Mitte Unfallflucht am Weidendamm: Betrunkener angefahren
Hannover Aus den Stadtteilen Mitte Unfallflucht am Weidendamm: Betrunkener angefahren
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17:33 30.12.2012
Von Tobias Morchner
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Mitte

Ein Ehepaar, das mit dem Auto auf der Herschelstraße in Richtung Celler Straße unterwegs war, hatte den 43-Jährigen stark blutend auf der Mitte der Fahrbahn in Höhe der Einmündung der Karolinenstraße entdeckt. Der stark angetrunkene Mann konnte weder den beiden Zeugen noch den dazu gerufenen Polizisten schildern, wie er zu den schweren Verletzungen gekommen war. Er wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. In der Nähe stießen die Beamten auf den abgefahrenen Außenspiegel eines Autos. Das Ehepaar schilderte den Polizisten zudem einen Vorfall, den sie beobachtete hatte, kurz bevor sie den Verletzten auf der Straße entdeckten. Ein dunkler Geländewagen mit Kölner Kennzeichen war demnach mit hoher Geschwindigkeit an der Kreuzung Weidendamm/Arndtstraße in Richtung Königsworther Platz abgebogen. Bei dem Manöver soll er die Gefährung anderer Verkehrsteilnehmer in Kauf genommen haben.

Noch ist nicht klar, ob dieser Vorfall etwas mit den Verletzungen des 43-Jährigen zu tun hat und ob der Außenspiegel, den die Beamten sichergestellt hatten, von dem Geländewagen stammt. Die Polizei sucht deshalb dringend Zeugen. Die Ermittler wollen wissen: Wer hat am Sonnabend gegen 19.40 Uhr im angegebenen Bereich der Innenstadt einen Unfall beobachten und kann dazu Angaben machen. Hinweise nimmt der Verkehrsunfalldienst unter der Nummer (0511) 1888 entgegen.

   
Die Polizei leitete Ermittlungen gegen unbekannt wegen fahrlässiger Körperverletzung ein. Während der Unfallaufnahme und der Versorgung des Verletzten kam es in der Herschelstraße kurzzeitig zu Behinderungen.   

Der 26-jährige Autofahrer, der zugegeben hat, den tödlichen Unfall in Lehrte-Arpke verursacht zu haben, musste seinen Führerschein abgeben. Auch sein Wagen wurde sichergestellt. Er soll in dieser Woche auf Spuren untersucht werden. Unklar ist, ob die Polizei auch gegen den 28-jährigen Bruder des Unfallverursachers ermittelt. Er war nach dem Zusammenstoß mit dem Radfahrer aus dem Wagen gestiegen und hatte die Rettungskräfte gerufen. Vor Ort hatte er sich allerdings nicht als Beteiligter am Unfall, sondern lediglich als Passant ausgegeben. Neben dem Fahrer und dessen Bruder hatten noch ein 36-Jähriger und eine 23 Jahre alte Frau in dem Unfallwagen gesessen.   

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