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Mittelfeld Anlieger kämpfen seit Jahren für Parkerlaubnis
Hannover Aus den Stadtteilen Mittelfeld Anlieger kämpfen seit Jahren für Parkerlaubnis
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02:15 06.10.2016
Von Michael Zgoll
Die Sarstedter Straße steht derzeit im Fokus. Quelle: Michael Zgoll
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Hannover

Bereits vor sechs Jahren versprach man den Anwohnern der Sarstedter Straße Hilfe in der Park-Angelegenheit. Doch tatsächlich passiert ist - nichts. Das Problem, das derzeit eine Anwohnerinitiative aus der Sarstedter Straße auf die Barrikaden treibt: Fahrzeugbesitzer dürfen ihre Autos nicht mehr halbseitig auf den Bürgersteigen parken - was sie jahrzehntelang ohne Komplikationen taten. Diese Wege seien für eine Belastung mit Kraftfahrzeugen nicht ausgelegt, erklärt die Stadt, außerdem werde der Durchgang für Fußgänger unzulässig verengt. Viele Strafmandate sind seither verteilt wurden, doch die Anwohner wollen sich nicht in ihr Schicksal fügen.

Wenn alle Autos beidseitig auf der Fahrbahn parken, wird es eng auf der Straße. Für Müllfahrzeuge oder Einsatzwagen der Feuerwehr ist dann kein Durchkommen mehr. Im August erst war der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha auf den Plan getreten, hatte ein Parkverbot für enge Straßen eingefordert. Infolgedessen hatten Politessen - in diesem Fall in Badenstedt - Knöllchen unter die Scheibenwischer abgestellter Autos geklemmt.

Anwohner kassieren Strafmandate

Für die rund 40 Anlieger der Sarstedter Straße könnte es somit zwei Szenarien geben, Strafmandate zu kassieren: Entweder sie parken halbseitig auf dem Bürgersteig - was verboten ist -, oder sie stellen ihre Autos auf der Fahrbahn ab - was bei zu nah beieinander stehenden Pkw ebenfalls verboten ist. Fest steht, dass auch in etlichen anderen Straßen in der Nachbarschaft Autos mit zwei Rädern auf dem Gehweg abgestellt werden: sei es in der Iltener, der Gleidinger, der Bolzumer oder der Grasdorfer Straße. Möglicherweise ist es nur ein einzelner Anwohner in der Sarstedter Straße, der die Ordnungsbehörden immer wieder auf das Gehweg-Parken aufmerksam macht - dann müssen die Behörden nach derzeitiger Rechtslage tätig werden. Nach Auskunft der Stadt existiert inzwischen für die gesamte Sarstedter Straße ein „Überwachungsauftrag“.

Mittelfelder wenden sich an Weil

In diesem Frühjahr hatten die Mittelfelder Stephan Weil erneut angeschrieben und den niedersächsischen Ministerpräsidenten an seine frühere Zusage als Oberbürgermeister erinnert. Ihr Vorschlag: auf den Bürgersteigen eine weiße Linie aufzumalen oder entsprechende Schilder aufzustellen, um das halbseitige Parken auf dem Gehweg endlich zu legalisieren. Auch hat sich eine Anwohnerin öffentlichkeitswirksam gegen die Zahlung eines Bußgeldes von 15 Euro wegen Falschparkens in der Sarstedter Straße gewehrt, das sie im Dezember 2015 kassiert hatte; im Juli 2016 wurde das Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen sie eingestellt.

Ein Treffen von Anliegern mit Gabriele Jakob, Fraktionschefin der CDU im Bezirksrat Döhren-Wülfel, mündete in einen Antrag, den die Christdemokraten in der jüngsten Sitzung des Gremiums einbrachten: Die Verwaltung wird beauftragt, mit Anliegern und Lokalpolitikern eine Ortsbesichtigung in die Wege zu leiten. Der Bezirksrat verabschiedete diesen Antrag mit den Stimmen aller Fraktionen. Der Ministerpräsident hat sich noch nicht gemeldet.

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