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Mittelfeld Asylheim soll auch Frauen beherbergen
Hannover Aus den Stadtteilen Mittelfeld Asylheim soll auch Frauen beherbergen
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00:15 17.07.2016
Von Mathias Klein
Platz für 120 Männer: Frauen und Kinder sind laut Stadt in der neuen Flüchtlingsunterkunft in Mittelfeld nicht vorgesehen. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Das wurde in der vergangenen Woche deutlich, als Nachbarn und Bürger des Stadtteils die Möglichkeit hatten, sich die bunte Containersiedlung anzuschauen.

In dem Gebäude sollen 126 Flüchtlinge untergebracht werden, alle von ihnen werden Männer sein, hatte die Stadt mitgeteilt. Zum einen verfolgt das Rathaus das Ziel, alle Sporthallen, die als Notunterkünfte dienen, wieder frei zu machen. Direkt im Anschluss an die Sommerferien sollen die Hallen wieder von den Schulen und Vereinen genutzt werden können. Die Bewohner der derzeit einzigen noch belegten Sporthalle sollen möglichst schnell in der Karlsruher Straße untergebracht werden. Die Stadt will auch in den Notunterkünften wie zum Beispiel dem Deutschen Pavillon die Plätze reduzieren. In den Turnhallen sind ausschließlich, in den Notunterkünften überwiegend Männer untergebracht.

Frauen schaffen "ein anderes Klima"

Bei der Besichtigung äußerte ein junger Mann aus dem Stadtteil lauthals die Befürchtung, dass eine große Ansammlung von Männern zu Konfrontationen führen könnte. Er sei nicht gegen die Unterkunft, betonte der junge Mann. „Aber wenn Frauen dabei sind, ist das für mich ein anderes Klima“, betonte er. Außerdem sei es „ein angenehmeres Gefühl, wenn hier Kinder spielen, als wenn hier 30 Männer zusammenstehen“, sagt er.

Ähnlich äußert sich auch eine ältere Bewohnerin des Stadtteils. Mittelfeld habe schon genug Probleme, meint sie. „Deshalb ist es besonders problematisch, wenn hier nur Männer wohnen sollen“, sagt sie.

Stadt verteidigt Pläne

Mitarbeiter der Stadt, die bei der Besichtigung mit Einrichtungsleiterin Debora Denecke für Gespräche zur Verfügung stehen, verteidigen die Pläne. Zum einen würden die Bewohner von Fachkräften betreut, sagt eine Verwaltungsmitarbeiterin. Außerdem sei an diesem Standort für die Unterbringung von Familien gar kein Platz gewesen, betont sie. Denn dann hätte man auf dem kleinen Grundstück noch Kinderspielgeräte und eine Sandkiste unterbringen müssen.

Bei der Besichtigung gibt es aber auch viel Lob für das neue Flüchtlingsheim. „Die Anlage ist schön, das ist alles sehr gut gelungen“, sagt eine Frau aus der Nachbarschaft.

In den vergangenen Monaten ist zwischen zwei Supermärkten eine sogenannte Modulbauanlage entstanden. Zusammengesetzt aus rot, orange und gelb lackierten Containern hat die Stadt dort eine Unterkunft für rund 120 Flüchtlinge gebaut. Die Flüchtlinge wohnen jeweils in kleinen, sehr schlicht ausgestatteten Doppelzimmern mit Stahlbetten und Stahlschränken. Zwei Doppelzimmer gehören zu einem Appartement, darin befinden sich dann auch ein Aufenthaltsraum mit einem Herd sowie ein einfaches Badezimmer. Dort gibt es zum Beispiel keine Duschkabine, sondern nur einen Wasserablauf im Boden und einen Duschvorhang. Im Innenhof befinden sich Sitzgelegenheiten und eine Tischtennisplatte.

Wo sonst Rapper Spax der Herr über seine Aufnahmekabine und Studio-Computer ist, geben an diesem Tag 16 kleine Nachwuchsrapper den Ton an. Eine Gruppe des dritten und vierten Jahrgangs der Grundschule Beuthener Straße aus Mittelfeld hat mit dem Musiker einen Song aufgenommen.

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