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Mittelfeld Polizei holt Dutzende Neugierige vom Expo-Pavillon
Hannover Aus den Stadtteilen Mittelfeld Polizei holt Dutzende Neugierige vom Expo-Pavillon
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00:15 19.06.2016
Von Michael Zgoll
Der holländische Pavillon auf dem Expo-Gelände verkommt. Quelle: Michael Zgoll
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Hannover

Nach den Worten des Polizeibeamten Klaus-Dieter Teune der Polizeiinspektion Süd in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Döhren-Wülfel fehlen auf der obersten Ebene Holzbohlen, auch seien die Treppenaufgänge beschädigt.

Hintergrund der Stellungnahme von Teune war eine Anfrage der SPD-Fraktion, wie die Verwaltung den Zustand des zur Weltausstellung Expo 2000 errichteten Baus einschätzt und ob die Stadt den Eigentümer zwingen kann, seiner Verkehrssicherungspflicht nachzukommen. Am Ende stimmten die Politiker einem interfraktionellen Dringlichkeitsantrag einstimmig zu. Demnach soll die Stadt den verfallenden Pavillon „unverzüglich“ sichern, da Gefahr im Verzug sei.

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Blick auf den holländischen Expo-Pavillon in Hannover.

Zaun wird immer wieder beschädigt

Wie Bezirksratsbetreuerin Gundula Müller sagte, werden die Zäune rund um den holländischen Pavillon immer wieder beschädigt. Nach Beobachtungen des Stadt-Anzeigers ist es tatsächlich kein Problem, das Gebäude an der Lissabonner Allee zu betreten: An manchen Stellen ist der Zaun beiseite gebogen oder aufgeschnitten worden, an anderen Stellen existiert überhaupt keine Absperrung, die metallenen Treppenaufgänge sind ungehindert zu erreichen.

Bestätigt wurde zudem eine andere Feststellung der Polizei: Auch außerhalb des Musikfestivals erfreut sich der Pavillon einer gewissen Beliebtheit. Obwohl das Betreten verboten ist, statten immer wieder Neugierige dem maroden Bauwerk einen Besuch ab. Die meisten dieser Erkundungen fallen kaum jemandem auf und bleiben - da die Besucher offenbar leise und vorsichtig sind - folgenlos; auch Filmdrehs und Fotoshootings richten zumindest keine neuen Schäden an.

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25.000 Menschen feiern auf der Expo-Plaza ihre musikalischen Lieblinge. 

Vandalismus-Spuren sind unübersehbar

Allerdings findet man auf dem Dach auch Brandspuren von Lagerfeuern, vom abgebrannten Iglu steht nur noch ein Gerippe und auf etlichen Etagen sind Vandalismus-Spuren unübersehbar. Die SPD hatte zudem darauf hingewiesen, dass die Feuerwehr in der Vergangenheit bereits Brände löschen und einen verletzten Jugendlichen retten musste. Polizeioberkommissar Teune nannte die Zustände rund um den Pavillon „unhaltbar“.

Bezirksratsbetreuerin Müller sagte, der Eigentümer der „gestapelten Landschaften“ sei in der Pflicht, das Bauwerk zu sichern. Dieser hatte auf Drängen der Stadt im Mai angekündigt, sich zeitnah um Absperrung und Sicherung des Pavillons kümmern zu wollen. Sollte er dieses nicht tun, könnte die Stadt „Ersatzvornahmen“ verfügen - vom Kappen der Treppen bis zur Abbruchverfügung für das gesamte Monument.

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