Navigation:
AboPlus Online-ServiceCenter
Hannover Aus den Stadtteilen Nord

Nordstadt

Abrechnung in der Lutherkirche nach Fünf-Euro-Gottesdienst

Nach dem Riesenandrang auf einem Gottesdienst in der Nordstadt von Hannover, in dem Fünf-Euro-Scheine an die Besucher verschenkt wurden, war am Sonntagabend in der Lutherkirche Tag der Abrechnung.

Lesezeichen setzen:
Rückblick
  • Nordstadt Lutherkirche schenkt jedem Gottesdienstbesucher fünf Euro Kommentare 17
Gemeindehelfer verteilen am 13.09.2009 in der Lutherkirche in Hannover Umschläge mit einem 5-Euro-Schein als Inhalt.

Gemeindehelfer verteilen am 13.09.2009 in der Lutherkirche in Hannover Umschläge mit einem 5-Euro-Schein als Inhalt.

© lni

In der Nordstadt von Hannover kommt es zur Abrechnung: In der Lutherkirche wurden im September in einem Gottesdienst Fünf-Euro-Scheine an die Besucher verschenkt.

Die Nordstädter Kirchengemeinde hatte Mitte September unter dem Motto „Geschenkte Gaben“ das Geld mit der Bitte verteilt, es sinnvoll einzusetzen. Die meisten Kirchgänger spendeten den göttlichen Geldsegen oder vervielfachten ihn, indem sie mit dem Geld etwas herstellten und weiterverkauften, erzählten sie ihrem Pfarrer am Sonntag. Wie viel Geld mit den 319 verteilten Scheinen insgesamt für einen guten Zweck generiert wurde, muss der Pfarrer noch ausrechnen. „Die Summe hat sich mindest verdreifacht“, schätzt Pfarrsekretärin Petra Bonge.

Mit der Aktion griff die Kirche das Gleichnis „Von den anvertrauten Pfunden“ aus dem Lukas-Evangelium auf. Darin vertraut ein Fürst seinen Knechten Geld an und prüft anschließend, wie sie damit umgegangen sind. Fantasie bewiesen die Gottesdienstbesucher in Hannover allemal: „Eine Gottesdienstbesucherin hat mit den fünf Euro Ringelblumensalbe hergestellt und verkauft“, sagte Bonge. Das Geld habe sie verzehnfacht und es dann der Schule ihres Sohne als Spende gegeben. Die Schule unterstützt andere Waldorfschulen im Ausland.

Eine pfiffige Idee hatten die Eltern eines Hochzeitspaares. Für zehn Euro kauften sie eine Gedenkmünze. „Die Münze haben sie dann auf der Hochzeitsfeier versteigert“, erzählte Bonge. Ergebnis der Versteigerung: 146 Euro. Das Geld wollten sie spenden. Seine Überredungskunst hat ein zehnjähriger Junge erfolgreich unter Beweis gestellt. Er habe Freunde dafür begeistert, auch zu spenden. „Rund 50 Euro gingen so an die Nordstädter Kindertafel“. Ein anderer Besucher kaufte Briefmarken für Gefängnisinsassen. Bonge selber war auch aktiv: „Ich habe Badesalz hergestellt und auf Basaren verkauft. 58 Euro habe ich zusammenbekommen.“

lni


  • Vermehrung des Geldes AS – 17.12.09
    Hmm... ist das jetzt ein Beispiel für die doch mögliche Wirksamkeit des geplanten Wirtschaftsbeschleunigungsgesetztes? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • @Leser KleinesGespenst – 15.12.09
    Klar, daß einige Leute alleine das vordergründige Geld gesehen haben und es sich abgeholt haben. Ehrlich gesagt, so beschämend finde ich das nur für Leute, die viel Geld haben. Wenn ein Armer dafür eine warme Mahlzeit bekommen hat, finde ich das nicht schlimm und mit Sicherheit auch nicht den Grundsätzen von Kirche und Bibel widersprechend (in der Bibel legt Gott uns ausdrücklich die Armen ans Herz), auch wenn das vielleicht nicht die eigentliche Intention war.

    Ein paar Leute, die genug haben und trotzdem das Geld eingefordert und eingesackt haben, dürfen sich schämen, müssen das aber hinterher mit Gott ausmachen. Daß es solche Leute geben wird, sollte auch den Verantwortlichen klar gewesen sein.

    Nur: Sollte eine solche Aktion nicht durchgeführt werden, nur weil es einige Leute gibt, die es ausnutzen? Mich interessiert mal die Endabrechnung, aber ich würde schon vermuten, daß unter'm Strich mehr Geld bei wohltätigen Organisationen, Armen und der Kirche gelandet ist, als eingesetzt wurde. Und vielleicht sind ja wirklich einige Menschen neu ins Nachdenken über Gott und die Kirche gekommen, nur eben nicht wegen 5 Euro, sondern wegen der ganzen Aktion.
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • @Kleines Gespenst leser – 14.12.09
    Wenn ich mich richtig an den Artikel damals erinnere, gab es leider durchaus Leute, die tatsächlich nur wegen der 5 Euro in die Kirche gekommen waren (und diese auch lautstark eingefordert haben und nicht mal bis zum Ende warten wollten). Sowas ist einfach nur peinlich, wenn auch natürlich vor allem für diese Leute selbst. Aber die Gemeinde hätte damit rechnen können, dass es auch diese Klientel gibt.

    Wenn die Leute mit dem Geld solche Dinge anstellen wie im Artikel oben geschrieben, ist das super. Nur leider trifft das eben nicht für alle zu (vielleicht sogar für die meisten nicht? Ich fürchte, der Artikel erscheint mir da nicht ganz repräsentativ).
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Ansprechendes Thema! KleinesGespenst – 14.12.09
    Ich finde es ein sehr ansprechendes Thema. Es sollten ja keine Leute mittels Geld in die Kirche gelockt werden, sondern es ging viel mehr darum, kreativ mit dem Geld umzugehen und es quasi für Gott zu vermehren. Natürlich wird es einige Leute geben, die die 5 Euro in die Tasche gesteckt haben und gut war's. Ich kann mir aber nicht vorstellen, daß gerade die sich von den einmaligen 5 Euro in die Kirche ziehen lassen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • ... h-mensch – 14.12.09
    Ich bin zu Mäcces :D Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Mit Speck fängt man Mäuse Ina73 – 14.12.09
    Eigentlich sollte man die Menschen mit ansprechenden Themen und guten Gottesdiensten in die Kirche locken und nicht mit Geld. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • 5€ lister – 14.12.09
    Super Aktion weiter so. Die Kirche muss lebendig bleiben und nicht zum Museum verkommen. Vieleicht trte ich ja wieder ein? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Kommentar schreiben

Stadtteilrätsel

Stadtteilrätsel

Welcher Stadtteil ist gemeint?

Erkennen Sie die Stadtteile, die in unseren Rätseltexten und Bildern beschrieben werden? Dann machen Sie mit beim Stadtteil-Rätsel des Stadt-Anzeigers. mehr


 

Anzeige

Lokale Nachrichten von Bürgerreportern

Die lokale Mitmach-Plattform unserer Zeitung

MYHEIMAT.DE

Die lokale Mitmach-Plattform unserer Zeitung: Bürger berichten aus Ihrem Heimatort. Die besten Beiträge werden in Ihrer Zeitung abgedruckt. mehr


 

Special




Ausflugstipps

Den Deister neu entdecken

Ab sofort gibt es den kostenlosen Reiseführer Deister-Spaß, in dem Redakteure und Leser Tipps für Sehenswürdigkeiten und Wanderwege in der Region geben. mehr


Fit & Aktiv

Laufblog Hannover

HAZ-Redakteur Norbert Fettback (r) und Journalist Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover" - mit Tipps zu Trainingsstrecken und Wettkämpfen sowie skurrilen Geschichten aus dem Läufer-Alltag. mehr


 

Kinderbetreuung

Verzeichnis der Kindergärten in Hannover

Krippe, Kita, Hort

Informieren Sie sich über die Kindergärten in Ihrer Nähe und über Platzvergabe, Anmeldung, Kosten und die wichtigsten pädagogischen Fachbegriffe. mehr


 

E-Shop

E-Shop

Knabenchor Hannover und Mädchenchor Hannover singen die "Carmina Burana".
weiter zum Artikel

Baugebiete

Baugebiete

Alles neu

Familienfreundlich, verkehrsgünstig, im Grünen - beim Hauskauf ist die Lage das Wichtigste. Vergleichen Sie die Neubaugebiete in der Region Hannover. mehr