Im Moment verläuft der Fenskeweg zwischen der Geschwister-Scholl-Realschule und der Karl-Jatho-Hauptschule. Bislang war das kein Problem, weil beide Bildungseinrichtungen unabhängig voneinander waren. Seit dem laufenden Schuljahr wird aber nach und nach aus beiden Schulen die IGS Büssingweg. In Zukunft müssen die Kinder und Jugendlichen von einem ins andere Gebäude wechseln, etwa um in Fachräume oder die zukünftige Mensa zu gelangen. „Ich befürchte, dass die Aufsicht dann unmöglich wird“, sagt Dolezal. Er habe die Sorge, dass Alkohol, Zigaretten „oder Schlimmeres“ auf das Schulgelände gebracht werden könnten. „Eine Schule in zwei Gebäuden, das ist nicht schön.“
Die IGS hat vor wenigen Wochen mit den fünften Klassen ihre Arbeit begonnen. 130 IGS-Schüler werden unterrichtet. „Im Moment treten zwar noch keine Probleme auf, weil die IGS-Schüler bislang nur im Gebäude der Karl-Jatho-Schule unterrichtet werden“, sagt Dolezal. Auch die provisorische Mensa befindet sich in diesem Gebäude. „Aber spätestens mit der neuen Mensa, die auf dem Gelände der Geschwister-Scholl-Schule gebaut wird, müssen die Schüler wandern.“ Auch Fachräume sollen konzentriert in der jetzigen Realschule eingerichtet werden.
„Die Schüler müssen dann über den Fenskeweg gehen und damit durch den öffentlichen Raum. Wir als Lehrer haben da keinen Zugriff auf unsere Schüler.“ Ohnehin sei es schwierig, bei der zu erwartenden großen Schülerzahl zu überschauen, wer zur IGS gehört und wer nicht. „Wir können dann nicht mehr jeden Schüler kennen“, sagt Dolezal. „Deshalb fordere ich einen geschlossenen Schulhof.“ Auch jetzt gebe es von Zeit zu Zeit schon Probleme mit „Externen“, die sich in der Nähe der Schule aufhalten. Es handele sich in der Regel um Bekannte und Verwandte von Schülern. Solange sich diese „Externen“ aber auf öffentlichen Wegen und damit außerhalb des Schulgeländes aufhalten, können die Lehrer nicht eingreifen. „Wir arbeiten aber eng mit der Polizei zusammen“, sagt Dolezal.
Denn die Jugendlichen, die sich in der Nähe der Schule aufhalten, verursachen häufig Probleme. Am Wochenende etwa säßen oft Jugendliche auf einem Spielplatz in der Nähe der Schule. „Die trinken dann Wodka und Ähnliches. Wir müssen oft montags die Scherben auf dem Schulgelände zusammensuchen“, berichtet der Schulleiter. Um die Aufsicht zu erleichtern und Probleme mit den unerwünschten Besuchern zu verhindern, müsste der Fenskeweg zwischen den beiden Schulen Teil des Schulgeländes werden. „Mir schwebt so eine Art Campus vor.“
Dieser könnte nach seinen Vorstellungen auch dem Stadtteil als Ort für kulturelle Veranstaltungen dienen. „Die Planungen für die neue Mensa sehen einen schönen Platz vor“, sagt Dolezal. Da könnten dann Open-Air-Konzerte oder Feste stattfinden. Der Bau der neuen Mensa soll noch im Spätherbst beginnen. Die Vermessungsarbeiten seien bereits erledigt, sagt der Schulleiter. Von der Stadt habe er bislang noch keine abschließende Antwort auf seinen Vorschlag, den Fenskeweg in das Schulgelände zu integrieren, erhalten: „Nach meiner Kenntnis stimmt das Schulamt diesem Vorschlag zu. Der Fachbereich für Umwelt und Stadtgrün dagegen betont, dass der Fenskeweg eine wichtige Verbindung zwischen Vahrenwald und Hainholz darstellt.“
Die IGS Büssingweg hat mit dem neuen Schuljahr die ersten 130 Schüler aufgenommen. Die IGS wird mit jedem neuen Jahrgang anwachsen. Die jetzigen Sechsklässler der Karl-Jatho-Hauptschule und der Geschwister-Scholl-Realschule werden noch den Abschluss in der jeweils alten Schulform machen. Neue Schüler werden dort nicht mehr aufgenommen. An der IGS arbeiten momentan 13 Lehrer. Kommissarischer Leiter ist Eberhard Dolezal. Bislang existiert an der Schule keine Sekundarstufe (Sek) II. Es ist aber geplant, die Schule zu erweitern. Bis dahin kooperiert die IGS Büssingweg mit anderen Integrierten Gesamtschulen, die über eine Sek II verfügen.
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