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Nord Arbeiter in Kran eingeklemmt und tödlich verletzt
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Arbeiter in Kran eingeklemmt und tödlich verletzt
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21:32 01.11.2011
Bei einem Unfall in der Reinholdstraße ist ein Arbeiter tödlich verunglückt. Quelle: Schaarschmidt
Nordstadt

Ein Unglück überschattet die Bauarbeiten am denkmalgeschützten Mohrmann-Haus in der Nordstadt: Ein 42-jähriger Monteur ist am Dienstag auf einem Baukran in 20 Metern Höhe eingeklemmt und tödlich verletzt worden. Der Mitarbeiter eines Bauunternehmens aus Rinteln (Landkreis Schaumburg) war gegen 10 Uhr vor der Villa in der Herrenhäuser Straße damit beschäftigt, den Kran zu demontieren und für den Abtransport vorzubereiten.

Weil offenbar plötzlich die Mechanik klemmte, kletterte der Monteur in die Höhe, um den Fehler zu beheben. Als er oben angekommen war, lösten sich Teile des sogenannten Haltebocks, der für die Stabilität des Auslegers sorgt. Das schwere Gestänge klappte nach unten und drückte den Monteur auf den Kranturm. Kollegen des Mannes berichteten, sie hätten ein lautes Krachen gehört, und dann ihren leblosen Kollegen im Gerüst des Krans entdeckt. Für ihn kam jede Hilfe zu spät: Ein Notarzt gelangte mit einer Drehleiter zu dem Verletzten, konnte aber nur noch den Tod des Mannes feststellen. Nach Angaben des Mediziners war er seinen Verletzungen sofort erlegen.

Um den Leichnam bergen zu können, rief die Feuerwehr ihre speziell ausgebildeten Höhenretter an die Unfallstelle. Insgesamt rückten die Helfer mit zwölf Fahrzeugen und 30 Einsatzkräften an. Mithilfe eines Kranwagens sicherte die Feuerwehr den Ausleger des Baukrans und hob vorsichtig das Gestänge des Haltebocks an; erst dann konnten die Höhenretter den Leichnam befreien.

Die Kollegen des Mannes wurden von einem Notfallseelsorger betreut. Sie standen spürbar unter Schock, als der Verstorbene vor ihren Augen geborgen wurde. Die Baufirma wollte sich gestern nicht zu dem Vorfall äußern. Die Geschäftsführung informierte am Nachmittag die Familie des verunglückten Mitarbeiters über den verheerenden Unfall.

Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Vorfall um ein Unglück handelt. Dennoch hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen, um nach der Ursache des Unfalls zu forschen. Die Beamten informierten zudem das Gewerbeaufsichtsamt. Ein Mitarbeiter der Behörde traf kurz nach dem Unfall in der Herrenhäuser Straße ein. Er soll prüfen, ob gegen arbeitsrechtliche Sicherheitsbestimmungen verstoßen wurde. Bisher liegen dazu keine Erkenntnisse vor.

Der einstige Stadtbaurat Karl Mohrmann hatte das Haus in der Herrenhäuser Straße Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut und bewohnt. Derzeit lassen seine Nachfahren den Turm mit den Zinnen wieder aufbauen.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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