Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nord Auf Spielplätzen in den nördlichen Stadtteilen sammelt sich der Müll
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Auf Spielplätzen in den nördlichen Stadtteilen sammelt sich der Müll
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:27 28.07.2011
Auf dem Spielplatz am Vahrenwalder Parkt liegt eine abgebrochene Sektflasche. Für Kinder wird solcher Müll leicht zum Verletzungsrisiko. Quelle: Teetz
Anzeige
Hannover Nord

Die Verwaltung muss sich wegen des Zustands der rund 460 Spielplätze in der Stadt immer wieder Kritik anhören. Nun hat sich eine verärgerte Leserin in einer E-Mail an den Stadt-Anzeiger gewandt: Ilona Heitmann war schockiert, als sie den Spielplatz am Vahrenwalder Park sah. Eigentlich wollte die Braunschweigerin mit ihrer Enkeltochter, die in der Nähe des Parks in der List lebt, ein wenig auf dem Spielgelände an der Dragonerstraße spielen. „Doch als ich den ganzen Müll, die Zigarettenkippen, Taschentücher, Flaschen und Scherben dort gesehen habe, sind wir gleich wieder gegangen“, sagte Heitmann gegenüber dem Stadt-Anzeiger.

Eine Stichprobe auf Spielplätzen in den nördlichen Stadtteilen zeigt, dass auch dort viel Müll zu finden ist. Im Spielpark Vahrenwald-List an der Isernhagener Straße liegen benutzte Taschentücher, Kronkorken, Tetra-Paks, Tageszeitungen, Schokoladenpapier und Zigarettenschachteln am Rand, aber auch direkt an den Spielgeräten und im Sand ist Müll zu finden. Ein ähnliches Bild zeigt sich auf dem Spielplatz auf dem Gelände des Unabhängigen Jugendzentrums Glocksee in der Calenberger Neustadt. Auch auf dem Spielgelände am Fenskeweg an der Grenze zwischen Hainholz und Vahrenwald liegt enorm viel Abfall in der Nähe der Sandkastens. Auf den Bänken dort halten sich immer wieder Menschen auf, die das Kindesalter bereits deutlich überschritten haben. Immerhin scheint ein Teil dieser Jugendlichen und Erwachsenen ihren Müll wegzuräumen, denn der Abfalleimer, der am Spielplatzgelände steht, war während der Stichproben des Stadt-Anzeigers an zwei Tagen gefüllt mit Wodka- und Kornflaschen sowie leeren Zigarettenschachteln.

Die Stadt versucht, mit eigenen Angestellten sowie privaten Reinigungsfirmen Herr der Situation zu werden. „Die Spielplätze der Stadt werden ein- bis dreimal wöchentlich kontrolliert. Die Häufigkeit hängt davon ab, wie stark ein Platz genutzt wird“, sagt Stadt-Sprecher Klaus Helmer. Dabei werden der Müll beseitigt und die Papierkörbe würden geleert. „Darüber hinaus wird auch der Spielsand durchgeharkt, wenn bei der Kontrolle Scherben gefunden werden.“ Der Stadt ist bewusst, dass manche Spielplätze vor allem an Wochenenden von feiernden Jugendlichen missbraucht werden. „Es gibt bedauerlicherweise immer wieder Menschen, die Spielplätze für andere als die vorgesehenen Zwecke nutzen und ihren Müll dort hinterlassen“, sagt Helmer. Die dahingehend bekannten Spielplätze würden möglichst montags gereinigt, betont er.

Die städtischen Kolonnen sind nach Aussage der Stadt mit drei bis fünf Mitarbeitern unterwegs. „Die Stadt hat die Reinigung der Spielplätze – auch in den nördlichen Stadtteilen – zum Teil an Reinigungsfirmen vergeben“, berichtet Helmer. „Wir werden überprüfen, ob die Firmen ihrer Reinigungspflicht ordnungsgemäß nachkommen. Falls das nicht der Fall sein sollte, werden wir sie noch einmal darauf hinweisen, dass sie ihre Aufgabe ordentlich zu erfüllen haben.“ Dass die Reinigungsdienste manchen Müll übersehen, war auf allen untersuchten Spielplätzen deutlich zu erkennen. So liegen unter einer Bank auf dem Spielplatz im Vahrenwalder Park etliche Zigarettenstummel, die ganz offensichtlich schon länger dort liegen.

Um die Probleme zu bewältigen, setzt die Verwaltung auch auf Prävention und Aufklärung. „Die Stadt schickt ihre sieben Parkranger zur Kontrolle und Aufklärung insbesondere auf auffällige Spielplätze, um Missnutzungen zu verhindern – auch abends und an den Wochenenden“, sagt Helmer.

Kristian Teetz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In zwei Kursen haben Schüler eigenständig Stücke zum Schicksal von Afrikanern entwickelt und in der Nordstadt präsentiert. Themen der Theaterszenen sind das Leben mit Aids und die Ausgrenzung der Armen in den Elendsvierteln.

28.07.2011

Ob Chorgesang oder Rockband - beim Projekt „Musik in Stöcken“ ist alles erwünscht. Das gemeinsame Musizieren der Stadtteilbewohner soll die nachbarschaftlichen Beziehungen im Viertel über Altersgrenzen hinweg vertiefen.

28.07.2011
Nord Kleines Fest im Großen Garten - Das Wunder von Herrenhausen

Das Kleine Fest im Großen Garten in Herrenhausen trotzt dem Wetter. Jede Vorstellung wird begeistert aufgenommen, und bisher wurde auch keine Veranstaltung abgesagt.

Juliane Kaune 28.07.2011
Anzeige