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Aufkleber überdecken Straßenschilder

Ordnungswidrigkeit Aufkleber überdecken Straßenschilder

Die „Silvio-Meier-Straße″ hat in der Nordstadt für Verwirrung gesorgt. Rund um die Asternstraße wurden in den vergangenen Tagen die offiziellen Straßenschilder überklebt und nach einem linken Aktivisten benannt. Das Bekleben von Schildern ist aber verboten, die Aufkleber wurden inzwischen entfernt.

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Auch das Schild Am Kleinen Felde an der Ecke zur Asternstraße war blau überklebt.

Quelle: Teetz

Nordstadt. An den Namen der Straßen in der Nordstadt hat sich in den vergangenen Jahren nichts geändert. Wer aber in den vergangenen Tagen durch das Viertel rund um die Asternstraße gegangen ist, hat an manchen Stellen einen neuen Straßennamen entdeckt: die Silvio-Meier-Straße. Allerdings handelte es sich dabei nicht um ein offizielles Straßenschild, sondern einen blauen Aufkleber. Mittlerweile hat die Stadt die Sticker an der Asternstraße Ecke Am Kleinen Felde und der Asternstraße Ecke Im Moore entfernt.

„Ein Straßenschild zu überkleben ist nicht erlaubt“, betont Stadtsprecher Andreas Möser. „Es handelt sich dabei um eine Ordnungswidrigkeit.“ Ob die Ordnungswidrigkeit geahndet werden kann, hängt davon ab, ob der Delinquent gefasst wird.

Wer aber ist Silvio Meier? Laut Informationen aus dem Internet handelt es sich um einen linken Aktivisten, der 1965 in Quedlinburg geboren wurde. Am 21. November 1992 wurde der damals 27-Jährige auf dem U-Bahnhof Samariterstraße in Berlin-Friedrichshain von Neonazis getötet. Am Tag seines Todes waren Meier und einige seiner Freunde mit acht rechtsextremen Jugendlichen aneinandergeraten. Bei einer erneuten Begegnung mit den Neonazis zogen diese Messer und stachen auf Mitglieder der Gruppe ein. Meier wurde mit mehreren Stichen getötet, zwei seiner Begleiter schwer verletzt. Seit dem vergangenen Jahr fordert ein linkes Bündnis sowie die Berliner Linkspartei eine Straße oder einen Platz in Berlin-Friedrichshain nach Meier zu benennen. Einige der Aufkleber hatten nun offensichtlich den Weg von Berlin in die Nordstadt gefunden.

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Von Redakteur Kristian Teetz