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Bauarbeiter nutzen die Ferienzeit

Schulinfrastruktur Bauarbeiter nutzen die Ferienzeit

Ferienzeit ist Bauzeit: Zum neuen Schuljahr werden sich Schüler und Lehrer in den nördlichen Stadtteilen über neue und sanierte Räume freuen können. Mehr als 104 Millionen Euro investiert die Stadt Hannover in insgesamt 17 Projekte an Schulen und Kitas.

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Die Baufirmen nutzen die Ferienzeit für zahlreiche Bauprojekte an Hannoveraner Schulen. Die Arbeiten am neuen Dach für die Hainholzer Turnhalle in der Voltmerstraße sind schon in vollem Gange.

Quelle: Teetz

Hannover Nord. Der städtische Fachbereich Gebäudemanagement nutzt auch in diesem Jahr die Sommerferien, um Schulen und Kindertagesstätten neu oder umzubauen sowie zu sanieren. Auf der Agenda stehen 17 Projekte, die zum Teil über mehrere Jahre laufen. Sie umfassen ein Gesamtvolumen von mehr als 104 Millionen Euro. Darin enthalten sind auch die Investitionen aus dem Konjunkturprogramm II und aus dem Landesprogramm Schulinfrastruktur in Höhe von rund sieben Millionen Euro. Rund 46 Millionen Euro stehen im Rahmen einer „Öffentlich Privaten Partnerschaft“ (ÖPP) zur Verfügung. „Mit Sanierung, Um- und Neubau von Schulen und Kitas investiert die Stadt in die Zukunft ihrer Kinder“, betont Wirtschaftsdezernent Hans Mönninghoff. „Darüber hinaus trägt dieses städtische Konjunkturpaket erheblich zur Förderung der regionalen Wirtschaft – insbesondere des Handwerks – bei.“

Die Sanierungs- und Neubauarbeiten in der Grundschule Fridtjof Nansen in Vahrenheide sind bereits weitgehend abgeschlossen. Gebaut wird nur noch am Außengelände und an der Mensa. Letztere benötigt die Schule in diesem Schuljahr ohnehin noch nicht zwingend: Der Ganztagsschulbetrieb soll nach den aktuellen Planungen der Stadt erst im Schuljahr 2012/2013 aufgenommen werden. Darum werde die Kücheneinrichtung auch erst in den kommenden Sommerferien eingebaut, berichtet Schulleiter Hermann Städtler. Da man die Küche noch nicht nutzen würde, könnten sich Salmonellen oder andere Bakterien in den Leitungen festsetzen. Die Mensa werde daher zunächst nur als Aufenthaltsraum für die Schüler und das Elterncafé genutzt werden.

Als letzter Teil der Baumaßnahme werden die Außenanlagen im September fertiggestellt. Doch schon jetzt zeigt sich der Rektor unzufrieden mit der Sanierung: „In den Freiraum wurde nicht investiert“, kritisiert Städtler. Die Stadt rechnet mit 6,5 Millionen Euro Gesamtkosten, davon entfallen nur 367 000 Euro auf den Außenbereich. Zu wenig, findet der Rektor: „Außenräume sind auch Lernräume.“

Der ganze Umbau habe im Zeichen des Denkmalschutzes gestanden: „Es ist sehr viel mehr Geld in die Erhaltung des Denkmals geflossen als in pädagogische Verbesserungen.“ Das Ergebnis sei eine nur „halbherzig“ durchgeführte energetische Sanierung. Die denkmalgeschützten Wabenfenster mit Einfachverglasung etwa hätten erhalten werden müssen, beklagt der Rektor. Nach Berechnungen des städtischen Fachbereichs Gebäudemanagement werden die Energiekosten durch die Sanierung um rund 28 Prozent gesenkt. Dadurch würden jährlich rund 30 000 Euro gespart.

Außerdem baut die Stadt in weiteren Schulen in den nördlichen Stadtteilen:

In der Grundschule am Stöckener Bach saniert die Stadt den Altbau. Zurzeit installieren Handwerker dort die neue Haustechnik. Ab dem Herbst soll mit dem Innenausbau begonnen werden. Bereits fertiggestellt wurde in diesem Jahr der Neubau der Schule. Die Stadt Hannover investiert insgesamt 4,7 Millionen Euro in die Bauarbeiten. Der Löwenanteil von 3,1 Millionen Euro floss in den bereits fertigen Anbau. Der zweigeschossige Quader ist nach den energetischen Standards eines Passivhauses gebaut und beherbergt auf 1200 Quadratmetern Fläche mehrere Räume für die Nachmittagsbetreuung.

Schüler und Lehrer der Grundschule Marienwerder können sich schon bald über neue Sanitäranlagen in der Sporthalle freuen. Zurzeit werden nach Aussage der Stadt die Boden- und Wandfliesen demontiert. „Zum Schuljahresbeginn sollen die Räume neu verfliest und mit neuen Sanitärobjekten ausgestattet sein.“ Die geplanten Gesamtkosten betragen 237 000 Euro. Die neuen Duschanlagen sollen noch in diesem Monat Wasser spenden.

Auch in der Turnhalle in der Voltmerstraße in Hainholz wird gehämmert. Das Dach wurde bereits gedeckt, die Fenster sind ausgetauscht. Momentan bauen die Arbeiter die neue Wärmedämmung ein. Außerdem wird die neue Lüftungsanlage installiert. Die Turnhalle soll Ende des Jahres wieder zu benutzen sein, die Arbeiten an den Außenanlagen werden sich aber noch bis zum Frühjahr 2012 hinziehen. Insgesamt veranschlagt die Stadt hierfür 1,44 Millionen Euro. Der Rotschwanzfamilie, die seit April auf der Baustelle gewohnt und genistet hat, hat ihr zwischenzeitliches Zuhause mittlerweile verlassen. Die Vögel sind mitsamt gesundem Nachwuchs ausgeflogen.

Kristian Teetz und Christian Link

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