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Nord Genossenschaft plant 140 Wohnungen in Burg
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Genossenschaft plant 140 Wohnungen in Burg
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14:00 09.11.2018
Die leer stehenden Gewerbegebäude im Innersteweg sollen für das Bauprojekt abgerissen werden. Quelle: Foto: Tim Schaarschmidt
Burg

 Nahe der S-Bahn-Haltestelle Ledeburg soll ein neues Wohnquartier mit über 140 Wohnungen entstehen. Die Wohngenossenschaft Herrenhausen (WGH) hat die Grundstücke gekauft und plant nach dem Abriss der bisherigen Bebauung, vier- bis fünfgeschossige Häuser zu errichten. Die Ecke Innersteweg/Gretelriede wurde bislang gewerblich genutzt, mittlerweile aber größtenteils aufgegeben. Zukünftig sollen dort Familien und kleinere Haushalte in günstigen Wohnungen leben.

„Unser Fokus liegt auf Bezahlbarkeit“, sagt Michael Jedamski, Vorstandsvorsitzender der WGH. Dies soll sich nach derzeitigen Plänen in einer Eingangsmiete von 5,60 Euro und in der Spitze, mit besonderer Austattung, von 8,50 Euro widerspiegeln. Hinzu kommen 25 Prozent geförderte Wohnungen. Die WGH wolle Singles und Familien, für die es auf dem Markt gerade schwierig sei, Wohnraum bieten, sagt Jedamski. Gleichzeitig wollten sie aber keine Strukturen, die woanders nicht funktioniert hätten.

Optisch soll ein durchgezogener fünfgeschossiger Riegel an der Bahnstrecke entlang führen. Auf der gegenüberliegenden Seite am Innersteweg ist der Bau von drei viergeschossigen freistehenden Häuser vorgesehen. Laut Planung sollen die Gebäude eine „Anmutung in rotem Klinker erhalten“. Die Fläche zwischen den Gebäuden bleibt frei und könnte von der Gemeinschaft genutzt werden. Geparkt werden soll zum Teil in einem ebenerdigen Garagengeschoss. Insgesamt sind 113 Stellplätze für die 140 Wohnungen geplant. Zu solchen Mietpreisen könnten sie keine zusätzliche Tiefgarage bauen, sagt Jedamski. Von der Stadt wurde ein Stellplatzschlüssel von 0,8 pro Wohnung vorgegeben.

So sieht der Lageplan der Wohngenossenschaft Herrenhausen in Burg (Gretelriede/Innersteweg) für 140 neue Wohnungen aus. Quelle: Architekturbüro pk nord

Die Genossenschaft hat das Projekt auf der letzten Sitzung des Bezirksrats Herrenhausen-Stöcken vorgestellt und erntete aus den Fraktionen Lob für die Schaffung von Wohnraum und die geplanten Mietpreise. Der Rat erteilte der Eröffnung des Bebauungsplanverfahren grünes Licht. Ein solches Verfahren ist notwendig, um die Nachnutzung des Standortes städtebaulich zu regeln. Die bisherige gewerbliche Nutzung sei dem zentralen Ort und der verkehrlichen Lagegunst nicht angemessen, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Die ÖPNV-Anbindung und das naheliegende Versorgungszentrum würden eine Chance für attraktiven Wohnraum bieten.

In zwei Jahren soll es losgehen

Wenn das Baurecht geschaffen ist, könnte es in zwei Jahren losgehen. Das Projekt auf der 17 000 Quadratmeter großen Fläche soll in zwei Bauabschnitten auf die Beine gestellt werden. Es wäre das zweite große Bauprojekt der WGH in Burg. Auch ganz in der Nähe, am Vinnhorster Weg, hat die Genossenschaft 38 Wohnungen gebaut. Vor kurzem konnte die WGH nach eigenen Angaben ihre 5000. Wohnung in Betrieb nehmen.

Von Sebastian Stein

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