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Nordstadt

Café steht allen Besuchern offen

Von Kristian Teetz

Mit einem neuen Konzept will die Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover (GBH) ihr Seniorenwohnheim in der Nordstadt, An der Strangriede 8, attraktiver gestalten. Herzstück von „Wohnen plus“ ist ein Café, das den Bewohnern mietfrei zur Verfügung gestellt wird. Die neue Einrichtung soll das Miteinander von Senioren und Anwohnern verbessern.
Wohncafé in der Nordstadt

Zur Eröffnung des Wohncafés waren zahlreiche Gäste gekommen.

© Handout

Mit einem neuen Konzept will die Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover (GBH) ihr Seniorenwohnheim in der Nordstadt, An der Strangriede 8, attraktiver gestalten. Herzstück von „Wohnen plus“ ist ein Café, das den Bewohnern mietfrei zur Verfügung gestellt wird. Damit alle Menschen Zugang haben, wurde es ohne Schwellen und andere Behinderungen gebaut. „Wir laden auch alle Bewohner des Stadtteils ein, in das Wohncafé zu kommen. Es ist für alle geöffnet“, sagt GBH-Pressesprecher Frank Ermlich. Dieses „nachbarschaftliche Wohnzimmer“ sollen Bekannte, Verwandte, Freunde und Bewohner der Umgebung nutzen, „damit ein geselliges Miteinander entstehen kann“. So können die Senioren in Kontakt mit den Bewohnern der Nordstadt bleiben.

Hinter „Wohnen plus“ verbirgt sich die Idee, Senioren ein selbstbestimmtes Wohnen zu ermöglichen. „Viele ältere Menschen hegen den Wunsch, möglichst lang in der eigenen Wohnung zu leben“, sagt Ermlich. Um die älteren Menschen zu unterstützen, ist ein ambulanter Pflegedienst direkt neben dem Café angesiedelt. Dieser ist 24 Stunden am Tag vor Ort und hilft den Senioren mit kleineren Handreichungen oder Gesprächen.

In dem Seniorenwohnheim werden 47 Wohnungen vermietet, von denen im Moment zwei leer stehen. Außerdem können Angehörige oder Freunde der Bewohner in einem Gästezimmer übernachten. „Dieser Raum kann auch kurzfristig angemietet werden“, betont Ermlich. Für kleinere Angebote wie das Wohncafé müssen die Heimbewohner nichts bezahlen. „Wir erheben keine Grundgebühr, niemand muss einen Vertrag abschließen“, sagt Ermlich. „Erst wenn Leistungen wie eine Einkaufshilfe verlangt werden, muss dafür auch bezahlt werden.“

Die GBH bietet das Konzept „Wohnen plus“ bereits an zwei Standorten in der Stadt an. In der Pfarrlandstraße in Linden-Nord und im Roderbruch im Kosselhof arbeitet die Wohnungsgesellschaft mit den Johannitern und der Organisation „Herz und Hand“ als Partner zusammen. In der Nordstadt kooperiert sie mit dem Transkulturellen Pflegedienst, der in der Kopernikusstraße 5 ansässig ist. 2011 will die GBH ein neues Wohnheim in der Moorhofstraße in Stöcken bauen.

Die Öffnungszeiten des Cafés stehen noch nicht endgültig fest. Zunächst soll abgewartet werden, wie die Einrichtung angenommen wird. Fragen zu den Öffnungszeiten beantwortet der Transkulturelle Pflegedienst unter Telefon 16 18 19. Wer nähere Informationen zum Seniorenwohnheim wünscht, kann die GBH-Geschäftsstelle unter 64 67 46 08 erreichen.

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