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Nord Der Großhandel Bumke 
blickt auf 100-jähriges Bestehen zurück
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Der Großhandel Bumke 
blickt auf 100-jähriges Bestehen zurück
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19:25 16.10.2009
Stolz standen Mitarbeiter und Fuhrpark im Jahre 1934 an der Rundestraße Spalier. Im gleichen Jahr entstand die Aufnahme (r.) an der Warenausgabe von Bumke. Quelle: Archiv

Die großflächige Fassade des Geschäftshauses am Engelbosteler Damm 5-9 ist nicht zu übersehen, und nachts leuchtet in blauen Buchstaben hoch oben der Firmenname. Drinnen gibt es alles für Elektro-, Heizung und Sanitär – nicht für Privatkunden, wohl aber für Handwerk, Einzelhandel und Industrie. Vor 100 Jahren wurde der Großhandel in Hannover gegründet und ist davon schon mehr als 60 Jahre in der Nordstadt zu Hause.

In ihrem Inneren zeigt die Firma Bumke erstaunliche Größe: 110 Mitarbeiter sind hier beschäftigt, und über mehrere Höfe hinweg nimmt der Betrieb eine Fläche von 9000 Quadratmetern ein. Gründer des Unternehmens war einst Hermann Albert Bumke aus Berlin, der 1909 zusammen mit einem Kompagnon einen Vertrieb für Elektroartikel eröffnete. Das Firmenlokal befand sich in verkehrsgünstiger Lage an der Rundestraße hinter dem Hauptbahnhof. Elektrisches galt als modern und hielt allmählich auch Einzug in die Haushalte. Alleiniger Inhaber des Großhandels wurde 1929 Eduard Bergmann. Auch Rundfunkapparate und Leuchten waren mittlerweile im Programm. 1931 kamen die Abteilungen für Heizung und Sanitäres hinzu; zum Raschplatz hin wurde das Geschäftshaus erweitert und bald auch eine Filiale in Magdeburg eröffnet.

Doch was sich so hoffnungsvoll anließ, fiel im Zweiten Weltkrieg unter den Bombenhagel. Im Oktober 1943 wurden das Gebäude am Raschplatz und Anfang 1945 auch die als Ersatz gemieteten Räumlichkeiten am Klagesmarkt schwer getroffen. Zwischen Oberstraße und Engelbosteler Damm erwarb Eduard Bergmann schließlich ein Grundstück, auf dem einige ältere Bauten den Krieg mehr oder weniger überstanden hatten. 1946 nahm dort die Firma Bumke ihre Arbeit auf; unter den Beschäftigten war auch Inge Bergmann, die inzwischen Lehrling bei ihrem Vater war. „Doch bei mir war er fast strenger als bei meinen anderen jungen Kollegen“, erinnert sich die heute 82-Jährige. Auch sie musste damals Steine schleppen, um den Betrieb ihres Vaters wieder herzurichten. Mit viel Tatkraft ging es danach aufwärts: 1955 wurde das neue Geschäftshaus eröffnet, wie es sich bis heute am Engelbosteler Damm präsentiert. Nach und nach wuchs Inge Bergmann in die Leitung der Firma hinein. „Eine solche Position war für Frauen in den fünfziger Jahren höchst ungewöhnlich“, erzählt die frühere Chefin. Doch sie setzte sich durch und wurde als erste Frau in die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Hannover gewählt. Für ihre lange ehrenamtliche Tätigkeit in Gremien der Wirtschaft erhielt sie 1991 das Bundesverdienstkreuz.

Aus dem aktiven Geschäft hat sich Inge Bergmann inzwischen zurückgezogen. Auch sonst hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert. Seit 2003 gehört die Firma zur Zander-Gruppe, die im Elektro-, Heizungs- und Sanitärgroßhandel sechs weitere Standorte in Niedersachsen hat. Der Name Bumke aber bleibt am E-Damm erhalten. „Weil wir auf drei Gebieten gleichzeitig tätig sind, sehen wir der Zukunft trotz der augenblicklichen Krise positiv entgegen“, sagt Geschäftsführer Heinrich Widdel.

von Gerda Valentin

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