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Ein Garten voller Überraschungen

Kleingärtner Ein Garten voller Überraschungen

Ursprünglich sollte es ein Gemüsegarten werden, heute ist es ein richtiges Kunstwerk: Das Ehepaar Böttcher hat ihren Kleingarten in der nordstädter Kolonie „Georgengarten“ ganz außergewöhnlich gestaltet.

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Im Garten der Böttchers erwarten den Besucher ein „Zwergenbaum“, ein „Insektenhotel“, reich verzierte Vogelhäuser und viele andere bunte Details.

Quelle: Nehls

Nordstadt. Hartmuth Böttcher wollte es eigentlich nie so weit kommen lassen. Als seine Frau sich vor 15 Jahren einen Gemüsegarten wünschte, widersprach er. Zu viel Arbeit bereite ein solcher Kleingarten. Neben seiner Tätigkeit als Architekt sei das nicht zu bewerkstelligen. Doch seine Frau setzte sich durch. Heute, unzählige Arbeitsstunden im Garten später, erinnert nichts mehr an den Beginn wider Willen. Aus der Parzelle der Böttchers in der Kolonie „Georgengarten“ in der Nordstadt ist ein Kunstwerk geworden. Dabei geht die Gestaltung des Kleingartens weit über das Übliche hinaus.

Direkt am Eingang begrüßt ein „Zwergenbaum“ den Besucher. Silber bemalt und mit Zwergen- und anderen Figuren dekoriert, wirkt der gestaltete Baumstumpf, als wolle er gleich jedem signalisieren: Dies ist kein gewöhnlicher Garten. Wer weiter vordringt, entdeckt noch mehr Ungewöhnliches: Ein großes „Insektenhotel“ im hinteren Teil des Gartens, bunt verzierte Vogelhäuser und ein Grill, dessen Bemalung ein wenig an einen Leuchtturm erinnert. Ihn verzieren schwarz-weiße Streifen und ganz oben ragt das rote Dach in die Blätter des nahestehenden Baumes.

Doch ein Leben als Kleingartenkünstler und Architekt im Ruhestand reicht Hartmuth Böttcher nicht: Darüber hinaus verbringt er seine Zeit als Stadtzeichner, Kunstmaler und Cartoonist. Weil er so viele Ideen hat, ist der 66-Jährige für den kreativen Teil der Gartengestaltung zuständig. Seit der gebürtige Berliner vor sechs Jahren in Rente gegangen ist, hat er dafür viel mehr Zeit. Seine Frau ist nach wie vor für den Gemüsegarten sowie die Pflege der Bäume und Rankpflanzen zuständig. Mehr als 40 verschiedene Gewächse, darunter auch Exoten wie Kiwis und Artischocken, haben die Böttchers in ihrem Garten.

Nach Jahren der Gartengestaltung hat Hartmut Böttcher nun nur noch einen Traum: „Einen kleinen Wasserfall würde ich gerne noch einbauen.“ Doch wie der übrige Garten darf auch der Wasserfall für den Nordstädter auf keinen Fall normal sein. „Wenn möglich sollte er, mit einer Pumpe betrieben, bergauf fließen“, sagt Böttcher verschmitzt. Hat er auch diese Idee eines Tages verwirklicht, bleibt dem Ehepaar nichts anderes übrig als „aufzustocken“. Denn für weitere Projekte ist in dem Garten kein Platz mehr. Nach 15 Jahren ist die Parzelle voll – gefüllt mit Kreativität.

Ansgar Nehls

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