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Einbrecher verwüsten Kirche St. Christophorus in Stöcken

Großer Schaden Einbrecher verwüsten Kirche St. Christophorus in Stöcken

Einbrecher haben die katholische Kirche St. Christophorus am Stöckener Markt verwüstet. Ein Gärtner hatte die Tat am Sonnabend gegen 7 Uhr entdeckt und die Polizei informiert.

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Unbekannte haben die St. Christophorus-Kirche am Stöckener Markt bei einem Einbruch verwüstet.

Quelle: privat

Stöcken. Die Täter hatten versucht, mit Gewalt das Tabernakel im Altarraum aufzubrechen. Dabei wurde der kunstvoll gestaltete Schrank, in dem die für die Messe benötigten geweihten Hostien aufbewahrt werden, vollkommen zerstört. Auch der aus Lavagestein bestehende Sockel des Tabernakels brach beim Versuch, den Hostienschrank mit einem Brecheisen zu öffnen, ab. Die Täter rissen zudem den etwa fünf Meter großen Tannenbaum im Kirchenschiff um, verschafften sich Zugang zur Empore, auf der die Orgel steht, und brachen dort weitere Schränke auf.

Zuvor hatten sie offenbar versucht, ins benachbarte Pfarrzentrum der Gemeinde einzubrechen. Mit einem Stein zerschlugen sie die verglaste Eingangstür des Gebäudes, wurden dann aber von einer weiteren, mit Sicherheitsglas versehenen Tür abgehalten. Im Vorraum zerstörten die Täter schließlich eine Vitrine, in der sich eine Holzstatue des Namenspatrons der Kirche befand. Die Figur wurde ebenfalls zerstört.

Wertgegenstände oder Bargeld erbeuteten die Einbrecher bei ihrem Raubzug durch die Kirche nicht. Doch der Schaden, den sie anrichteten, ist immens. „Für uns Katholiken stellt allein die Beschädigung des Tabernakels ein besonders schlimmes Vergehen dar“, sagt Thomas Poloczek von der Pfarrgemeinde St. Maria, zu der die Christophorus-Kirche gehört. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Gemeinde war er den gesamten Sonnabend über mit den Aufräumarbeiten beschäftigt, sodass die Messe am Abend bereits wieder wie angekündigt stattfinden konnte.

Die Polizei hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Bislang gibt es keine konkreten Hinweise auf die Einbrecher. Möglicherweise helfen bei der Aufklärung die Gerätschaften, die zwei Brecheisen und die Mistgabel, die von den Tätern benutzt wurden, weiter. Unklar ist, ob ein Einbruchsversuch in einen Schreibwarenladen, der sich in unmittelbarer Nachbarschaft von St. Christophorus befindet, ebenfalls auf das Konto der Kircheneinbrecher geht.

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Die Holzstatue des Heiligen Christophorus, Namengeber der Stöckener Kirche, liegt abgebrochen auf dem Boden des Pfarrheims.

„Sie haben sich am Allerheiligsten vergriffen": In der St.-Christophorus-Kirche wurden bei einem Einbruch der Tabernakel und eine Holzstatue zerstört. Die Kirchengemeinde beklagt vor allem den ideellen Schaden. Von den Tätern fehlt jede Spur.

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