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Fahrradgarage im Duvehof wird endlich gebaut
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Calenberger Neustadt Fahrradgarage im Duvehof wird endlich gebaut

Einige Fahrradbesitzer in der Calenberger Neustadt können aufatmen: Vermutlich ab Mai dieses Jahres brauchen sie ihre sperrigen Drahtesel nicht mehr mühsam über enge Treppen in die Fahrradkeller zu schleppen.

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Die Fahrradgarage soll dort entstehen, wo derzeit noch das weiße und das graue Auto parken.

Quelle: Krings

Statt die Fahrräder in zu enge Keller zu tragen, können Radfahrer ihre Räder bequem in eine lichte Garage im Duvehof schieben. Was bereits seit mehr als eineinhalb Jahren beschlossene Sache ist – der Bezirksrat Mitte hatte bereits im Juni 2008 der Suche nach einem passenden Standort zugestimmt –, wird nun endlich realisiert, sobald die Witterungsbedingungen es zulassen. „Die Arbeiten sollen so schnell wie möglich losgehen“, sagt Petra Bliwert, Geschäftsstellenleiterin der Wohnungsbaugesellschaft GBH.

Die GBH, die im Duvehof acht ihrer insgesamt rund 13 500 Wohnungen zur Miete anbietet, hat die Fahrradgarage geplant und wird sie auch bezahlen. Doch anders als ursprünglich geplant, werden nun nicht mehrere kleine Radgaragen aus Metall für ein bis zwei Räder nebeneinander entstehen. Stattdessen soll in einem einzigen, etwa 15 Quadratmeter großen Schuppen am hintersten Ende des Wendeplatzes, direkt an der öffentlichen Grünfläche Platz für genau sechs Fahrräder sein. Diese werden ohne weitere Mühe ebenerdig geparkt und nicht, wie in Hannovers erstem Fahrradhaus in der Oststadt, an einem Drehkarussell aufgehängt. „Man soll ganz bequem durch eine abschließbare Tür reinfahren und sein Fahrrad deponieren können“, erklärt Bliwert. Die äußere Hülle des Häuschens wird nicht aus Metall, sondern aus wetterfesten, transparent lasierten Holzlatten mit einem flachen Blechdach gefertigt. So soll sich die Radgarage möglichst gut in die Umgebung einfügen. Denn der Duvehof steht im Gesamten als „Komplex des Wiederaufbaus“ seit den neunziger Jahren unter Denkmalschutz. Dies ist auch der Grund für die Verzögerung. Die Planungen mussten diesbezüglich erst geprüft werden. Das kann nach Auskunft von Jörg Maaß aus dem städtischen Fachbereich Baupflege und Denkmalschutz durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen. „Da muss sehr genau zwischen öffentlichen und privaten Interessen abgewogen werden“, sagt Maaß.

Für den Bau der Fahrradgarage wird die GBH ungefähr 14 000 Euro ausgeben müssen. Das sei mehr als ursprünglich veranschlagt, und dies müsse sich eigentlich auf die Höhe der Miete auswirken, sagt Bliwert. Trotzdem wolle die Wohnungsgesellschaft den künftigen Stellplatzmietern die Plätze mit sechs bis sieben Euro pro Monat zu „mieterfreundlichen“ Preisen anbieten. Drei Interessenten gibt es bereits. Die Geschäftsstellenleiterin hofft, dass sich bald weitere Radfahrer finden und das Häuschen von den Menschen im Stadtteil möglichst bald gut angenommen wird.

Wer einen Platz in der Radgarage reservieren möchte, kann Petra Bliwert von der GBH unter Telefon 64 67 40 05 erreichen.

Sigrid Krings

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