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Fest der Kulturen am Hainhölzer Divan

Weltmusikreihe Fest der Kulturen am Hainhölzer Divan

Zum dritten Mal findet die interkulturelle Konzertsaison im Teegarten am Hans-Meinecke-Weg statt. Den erfolgreichen Auftakt bereitet ein persischer Abend, am Wochenende geht's weiter mit Musik und Tanz.

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Ein Hauch von Bollywood: Das Tanzensemble „Sona Chandi“ bringt Bewegung in den Orientabend.

Quelle: Bautz

Weltmusik, Theater, Literatur und Tanz in einem Hainhölzer Teegarten: In diesem Jahr läuft bereits die dritte Saison mit Weltkultur in dem ehemaligen Kleingarten Rübekamp/Prußweg 19. Das Publikum nimmt wieder Platz auf dem „west-östlichen Divan“. Das ist eine dreiteilige Mosaikbank, auf der bis zu 30 Personen Platz haben – ein weiteres Projekt im Teegarten. Nach dieser Bank ist die ganze Reihe „Kultur vor meiner Haustür“ benannt, die der Verein Internationale StadtteilGärten Hannover veranstaltet. Auf dem Programm stand zu Beginn ein orientalischer Abend mit persischen Märchen, Liedern, Gedichten und Gerichten sowie dem Bollywood Dance Ensemble „Sona Chandi“. Am kommenden Wochenende geht es weiter mit modernem Tanz.

Erdacht hat das alles Stefan Grundner, Landschaftsarchitekt aus Würzburg. Er lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Hannover und hat vor allem in Hainholz einiges bewegt. Nachdem er bereits 2004 in einem ehemals verwilderten Garten gegenüber vom Teegarten eine Baumschule anlegte, entstand unter Grundners Regie 2006 auf einem weiteren verwilderten Nachbargrundstück der Zukunftsgarten in Zusammenarbeit mit der Karl-Jatho-Schule. Hier wachsen bereits im fünften Jahr Obst und Gemüse. Das Projekt, das Grundner angeschoben hat, betreiben Karl-Jatho-Schüler und einige Lehrer eigenständig weiter.

Nach diesen Erfolgen bat Quartiersmanagerin Uta Schäfer den Gartenkünstler im Jahr 2008, für einen total verwilderten städtischen Garten in Hainholz eine Vision zu entwickeln. Zusammen mit einer Schülerfirma von der Paul-Dohrmann-Schule rodete er unzählige Bäume, die sich dort angesiedelt hatten, pflanzte eine Hecke, errichtete nach eigenen Plänen einen hölzernen Teepavillon mit richtigen Holzzapfenverbindungen und kreierte zusammen mit der Künstlerin Anne Brцmme den „west-östlichen Divan“.

An dieser wohlgeformten Bankkonstruktion aus Kalksandsteinen auf einem stabilen Fundament und mit Wasserablaufrinnen arbeiteten etwa 25 Jugendliche und auch ein paar Erwachsene aus dem Stadtteil mit. Nach Fertigstellung der Grundform wurde der Bankrohling kunstvoll mit Fliesenscherben beklebt. „Jeder Jugendliche konnte eine eigene Figur aus Scherben aufbringen“, sagt Grundner. Der „west-östliche Divan“ ist ein richtiges Schmuckstück geworden, und er wird vor jedem Konzert liebevoll gewienert. Die Trägerschaft für den Garten hat der Verein Internationale Stadtteilgärten übernommen.

Die Konzertreihe geht am morgigen Freitag, 1. Juli, um 19 Uhr weiter mit einem Auftritt der Compagnie Fredeweß und Hainhölzer Jugendlichen mit der Produktion „The unanswered question – pieces for a garden“, (Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro). Nach einer Sommerpause gibt es am Freitag, 2. September, um 18 Uhr, die „Theaterpräsentation Identität 2011“. Das Saisonende wird mit einem Konzert von „Trio bravo+“ am Sonnabend, 17. September, 18 Uhr, gefeiert.

Karin Vera Schmidt

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