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Freizeitheim darf Freizeitheim bleiben

Stöcken Freizeitheim darf Freizeitheim bleiben

Der Rat der Stadt Hannover hat es den Bezirksräten jetzt freigestellt, ob sie die Freizeitheime in Stadtteilzentren umbenennen. In Stöcken ist der Namensstreit damit allerdings nur vertagt. Die CDU setzt sich für den Begriff Freizeitheim ein, die SPD kann sich auch einen neuen Namen vorstellen.

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Mit dem Neubau des Freizeitheims Stöcken verschwindet vielleicht der Name.

Quelle: Christian Burkert

Hannover. Aus dem Freizeitheim Stöcken wird - zumindest vorerst - kein Stadtteilzentrum. In der leidenschaftlich geführten Diskussion um die stadtweite Umbenennung der Freizeitheime hat der Rat beschlossen, Rücksicht auf die Neigungen in den Stadtteilen zu nehmen. „Auf Wunsch der Bezirksräte können die städtischen Freizeitheime in Stadtteilzentrum umbenannt werden“, lautet der nun gültige Ratsbeschluss. Die Betonung liegt auf „können“. Geplant war vorher, alle Freizeitheime zukünftig generell als Stadtteilzentrum zu titulieren.

Da der Bezirksrat Herrenhausen-Stöcken bereits im März gegen den Vorschlag der Verwaltung stimmte, bleibt das Freizeitheim Stöcken ein Freizeitheim. Die CDU-Fraktion hatte vehement gegen die Umbenennung gekämpft. Am Ende konnte der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Neubauer mit Unterstützung aus den anderen Fraktionen einen Änderungsantrag gegen die Stimmen der SPD-Mehrheit durchsetzen, der eine Bürgerbeteiligung in der Frage forderte. Die Verwaltung lehnte diesen Antrag allerdings ab.

Entgegen Neubauers Einschätzung hat der Bezirksrat nach Ansicht der Stadtverwaltung keine Entscheidungshoheit über den Namen des Freizeitheims. Neubauer schaltete zuletzt die Kommunalaufsicht ein, um die Kompetenzstreitigkeit zu klären. Seit dem jüngst verabschiedeten Ratsbeschluss, die Einrichtungen nicht gegen den Willen der Bezirksräte umzutaufen, ist zunächst Ruhe in die Debatte eingekehrt.

Bezirksbürgermeisterin Marion Diener erwartet allerdings schon bald neue Anträge in der Sache. „Noch gibt es die nicht, aber die Namensfrage wird uns sicher weiter beschäftigen“, schätzt die Bezirksbürgermeisterin. Anders als etwa in Linden oder Döhren, wo der gesamte Bezirksrat den alten Namen behalten will, gibt es in Stöcken aufseiten der SPD den Wunsch, eine neue Bezeichnung zu finden. Spätestens der anstehende Neubau des Freizeitheims am Stöckener Markt wird die Diskussion neu beleben. Die Bezirksbürgermeisterin geht aber davon aus, dass die ersten Anträge mit Vorschlägen bereits früher auf dem Tisch liegen.

Von Mario Moers

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