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Nord Fusion von Fortuna und OSV ist geplatzt
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Fusion von Fortuna und OSV ist geplatzt
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13:16 11.06.2010

Geplant war, dass die Fortuna ihr Vereinsgelände in der Hebbelstraße als Bauland verkauft und zum OSV Hannover nach Bothfeld zieht. Von dem eingenommenen Geld sollte der OSV, dessen Sportanlage an der Carl-Loges-Straße liegt, wiederum eine angrenzende Fläche erwerben, auf der drei zusätzliche Fußballplätze inklusive eines Kunstrasenplatzes entstehen sollten. Von der Fusion der beiden Vereine hätte vor allem die Fortuna profitiert. Denn der Verein aus dem Sahlkamp hat ein äußerst marodes Vereinsheim, das dringend saniert werden muss.

Inzwischen hat Oberbürgermeister Weil den Fusionsplänen jedoch eine Absage erteilt. „Ich sehe im Moment nicht, dass das eine realistische Variante ist“, sagte Weil bei einem Gespräch mit Vertretern des TSV. Die Stadt habe kein Interesse daran, das Vereinsgelände als Baugebiet auszuweisen. Da sich das Gelände inmitten von Kleingärtenkolonien befinde, sei eine Erschließung zu aufwendig, begründete das Stadtoberhaupt.

Hinzu kommt, dass der OSV sein Vereinsgelände nicht erweitern können wird. Der Besitzer des Grundstücks, auf dem die neuen Sportplätze entstehen sollten, hatte niemals ernsthaft erwogen, das derzeit an einen Landwirt verpachtete Areal zu verkaufen. Das machte er sowohl in einem Gespräch mit dem Stadt-Anzeiger als auch in einem Brief an Fortuna Sachsenross deutlich.

Beim OSV Hannover sorgt die gescheiterte Fusion keineswegs für Aufregung. „Wir machen uns da keine Gedanken“, meint der zweite Vorsitzende Erich Riemer. Überhaupt sei das Thema auf der jüngsten Jahreshauptversammlung nur kurz thematisiert und „nach hinten gestellt“ worden.

Bei Fortuna Sachsenross wird man dagegen noch eine Weile über die gescheiterte Fusion reden. „Ich bin nicht unglücklich über den Verlauf, denn das wäre das Ende meines Vereins gewesen“, sagte Smith. Irritiert zeigte er sich jedoch vom Vorgehen der OSV-Vereinsführung. Diese habe nach Angaben des Grundbesitzers frühzeitig gewusst, dass eine Erweiterung des Bothfelder Vereinsgeländes nicht möglich sei. Der Bau von drei zusätzlichen Plätzen war jedoch wesentlicher Bestandteil der Fusionspläne. Denn neben seinen 500 Mitgliedern hätte der TSV auch rund 20 Mannschaften mitgebracht. Für diese und die OSV-Teams wären die vorhandenen Plätze jedoch nicht ausreichend.

Während zwischen den Vereinen nun Klärungsbedarf besteht, ist auch die Zukunft von Fortuna Sachsenross ungewiss. Denn das sanierungsbedürftige Vereinsheim bleibt das größte Problem des Vereins. „Fällt die Heizung im Vereinsheim mit den Duschen und Umkleidekabinen im Winter aus, ist hier der Spielbetrieb zu Ende“, warnt Andreas Flohr, der Manager der ersten Herren-Mannschaft.

Architekten der Klimaschutzagentur der Region hatten den Sanierungsbedarf des Vereinsheims vor einigen Jahren auf rund 150 000 Euro geschätzt. Damals war die Summe jedoch zu hoch, und auch jetzt hat der TSV nicht die Mittel, um die Sanierung eigenständig zu bewältigen. Zusammen mit dem Projekt „e.co Sport – Energetische Sportstättensanierung“ der Klimaschutzagentur und mit Unterstützung der Stadt Hannover hofft der Verein dennoch eine Lösung zu finden. Oberbürgermeister Weil hat das Stadtbezirksmanagement Bothfeld-Vahrenheide beauftragt, nach Möglichkeiten zu suchen, um Fortuna zu helfen.

Trotz schlechter Ausgangslage gibt sich Klubchef Smith kämpferisch: „Wir müssen jetzt mit den Mitteln, die wir haben, weitermachen. Wir können uns aber nicht ewig weiter durchwurschteln wie bisher.“

Christian Link

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