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Nord GBH investiert vier Millionen Euro an der Moorhoffstraße in Hannover
Hannover Aus den Stadtteilen Nord GBH investiert vier Millionen Euro an der Moorhoffstraße in Hannover
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08:31 04.06.2011
In gut einem Jahr sollen Senioren die 32 Wohnungen des neuen Passivhauses beziehen. Quelle: Schwarzenberger
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Ein Sanierungsprogramm wie „Soziale Stadt Stöcken“ umfasst viele Projekte, die in ihrer öffentlichen Wirkung eher etwas zurücktreten. Eine Art Leuchtturmfunktion übernehmen dafür groß angelegte Vorhaben wie der Neubau einer Seniorenwohnanlage, die derzeit an der Stöckener Moorhoffstraße entsteht. Gut vier Millionen Euro investiert die kommunale Wohnungsbaugesellschaft GBH. In dieser Größenordnung wird es vermutlich so schnell kein weiteres Vorhaben in Stöcken geben – der Bund hat dem Förderprogramm jüngst die Mittel gekürzt (wir berichteten).

GBH-Geschäftsführer Dieter Cordes und Oberbürgermeister Stephan Weil konzentrierten sich bei der Grundsteinlegung am vergangenen Donnerstag auf die positiven Seiten des Projekts. „Hier, in einem einstigen Schlichtwohngebiet, entsteht ein Bau für die Zukunft“, befand Weil, bevor er eine Kapsel mit Tageszeitungen und Dokumenten zum Bauvorhaben in ein vorbereitetes Mauerstück versenkte. Für Weil war es eine Premiere: In seiner Dienstzeit habe es noch keine Grundsteinlegung für einen GBH-Neubau gegeben, sagte der OB. In den vergangenen zehn Jahren hatte sich die GBH um Erhalt und Modernisierung ihres Bestandes gekümmert. Mit dem Programm „Soziale Stadt“ kamen indes bessere Rahmenbedingungen. Gut 200 000 Euro fließen aus dem Programm in die Seniorenwohnanlage. Mit dem Zuschuss wurde auch der Abriss eines alten Gebäuderiegels finanziert, der seit 2003 leer stand. An seiner Stelle errichtet die GBH bis Frühjahr 2012 einen L-förmigen Komplex im Passivhausstandard.

Vier Geschosse mit insgesamt 32 seniorengerechten Wohnungen sind vorgesehen. „Die meisten Wohnungen sind bereits vergeben“, sagte GBH-Sprecher Frank Ermlich. Geplant sind zudem einige Wohneinheiten, die speziell auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern ausgelegt sind. Die künftigen Bewohner sollen ihren Alltag weitgehend selbständig regeln können. Ein ambulanter Pflegedienst bezieht aber Räume im Gebäude und steht bei Bedarf zur Verfügung. Außerdem will das Diakonische Werk Hannover im Haus eine Station einrichten. Die Diakonie-Mitarbeiter beraten die Bewohner, aber auch Senioren aus der Nachbarschaft, in Alltagsfragen oder über die Pflege im Alter. Die Mieter bekommen auch ein Wohncafé als Treffpunkt, etwa für gemeinschaftliches Kochen. Vorgesehen ist, dieses Café auch für ältere Menschen aus den umliegenden Vierteln zu öffnen. Und schließlich bezieht das Quartiersmanagement Stöcken, das derzeit an der Ithstraße sein Büro hat, im Haus neue Räume.

Die GBH besitzt im Sanierungsgebiet Stöcken rund 300 Wohnungen. Mehrere Häuserblöcke sollten im Rahmen von „Soziale Stadt“ modernisiert werden. Für ein Pilotprojekt an der Weizenfeldstraße 1 bis 9 nahm das Unternehmen gut 1,3 Millionen Euro in die Hand, etwa ein Drittel wurde aus dem Förderprogramm finanziert. Die energetische Sanierung sowie Neugestaltung der Fassade wurde kürzlich abgeschlossen. 2012 sollte es mit Häusern an der Hogrefestraße weitergehen. „Angesichts der fehlenden Mittel müssen wir das aber zunächst aussetzen“, sagte Ermlich. Die Kürzung des Förderprogramms bremse auch die Wohnungsmodernisierung in Hainholz. Ein weiteres Neubauprojekt der GBH soll aber wie geplant starten: Am Dienstag, 7. Juni, wird der Grundstein für das neue Familienzentrum Voltmerstraße in Hainholz gelegt.

Marcel Schwarzenberger

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