Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nord Großvaters ICE auf Rekordkurs
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Großvaters ICE auf Rekordkurs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 27.01.2013
Von Kristian Teetz
230 km/h: Der Schienenzeppelin wurde im Ausbesserungswerk Leinhausen gebaut und schaffte 1931 einen Geschwindigkeitsweltrekord.
Anzeige
Vahrenwald

Bald 170 Jahre ist es her, dass die Stadt Hannover ihren erste Eisenbahnfahrt erlebte. Der erste Zug fuhr am 22. Oktober 1843 nach Lehrte. Dieser Tag ist Ausgangspunkt eines Vortrags von Hans-Heinrich Kirchhoff über „Eisenbahn in Hannover“, den er am 28. Januar im Rahmen der Geschichtswerkstatt Vahrenwald halten wird.

Kirchhoff wird dann einen Bogen von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis hin zum aktuellen Austausch von Brücken auf der 1909 gebauten Güterumgehungsbahn schlagen. „In meinem Vortrag werde ich unter anderem Karten vom Ausbau der Eisenbahnstrecken in unserer Region, Bilder von den Personen- und Güterbahnhöfen der Stadt, von Lokomotiven und Zügen, aber auch vom Bau des Schienenzeppelins in Leinhausen zeigen“, sagt Kirchhoff.

Dieser Schienenzeppelin schaffte es, 1931 sogar einen Weltrekord aufzustellen. Am 21. Juni fuhr er zwischen Hamburg-Bergedorf und dem Lehrter Bahnhof in Berlin. „Die 257 Kilometer lange Strecke wurde in 98 Minuten zurückgelegt, der ICE benötigt heute 86 Minuten“, berichtet Kirchhoff. Zwischen den Orten Karstädt und Dergenthin erreichte der Schienenzeppelin eine Spitzengeschwindigkeit von 230,2 Kilometer pro Stunde Ein paar Wochen zuvor, am 10.Mai 1931, hatte der knapp 26 Meter lange Zug zwischen Plockhorst und Lehrte erstmals die 200-km/h-Marke geknackt.

Vater dieses Schnellzugs mit Propellerantrieb war Franz Kruckenberg. „Man wollte damals der sich abzeichnenden Automobilisierung, bei der die USA Vorreiter waren, mit einem attraktiven Schnellbahnsystem begegnen“, sagt Kirchhoff. Gebaut wurde der „Schienenzepp“, wie die Kurzform lautet, im Ausbesserungswerk Leinhausen. „Dieses war damals nicht mehr voll ausgelastet und bot sich für ein solches Projekt an“, sagt Kirchhoff.

Der gebürtige Leinhäuser ist selbst kein Eisenbahner. „Aber mein Großvater wechselte 1880 als Schmied von der Hanomag zur 1878 eröffneten Königlich Preußischen Hauptwerkstatt nach Leinhausen“, erzählt Kirchhoff. „Er war 1887 einer der Gründer der Leinhäuser Werksfeuerwehr. Insofern bin ich mit der Eisenbahn seit der Kindheit verbunden.“ Kirchhoff wohnt seit 80 Jahren in der Elbestraße gegenüber der früheren „Colonie Leinhausen“, die zum einst größten Ausbesserungswerk der Reichsbahn gehörte.

Intensiv beschäftigt sich Kirchhoff mit der Materie, seitdem er Ende der neunziger Jahre gefragt wurde, ob er sich an der Geschichtsausstellung „Die Fahrtrichtung stimmt“ anlässlich der Expo 2000 in der damaligen Gustav-Adolf-Kirche in Leinhausen beteilige. Diese sollte an die Wurzeln des Stadtteils in dem damals schon stillgelegten Werk erinnern sollte.

Seitdem beschäftigt er sich verstärkt mit der Eisenbahngeschichte der Stadt und sammelt Bilder und Unterlagen. Einen Teil davon hat Kirchhoff zusammengestellt und wird sie im Rahmen seines Vortrags zeigen. Der Vortrag beginnt am Montag, 28. Januar, um 16 Uhr und dauert etwa zwei Stunden. Der Eintritt zu der Veranstaltung im Freizeitheim Vahrenwald in der Vahrenwalder Straße 92 ist frei.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Dienstagvormittag hat es in einer Wohnung in der Nordstadt aus bislang ungeklärter Ursache gebrannt. Ein 80-jähriger Bewohner musste mit einer lebensbedrohlichen Rauchvergiftung in eine Klinik gebracht werden.

22.01.2013

Die Chancen für eine Belebung der in weiten Teilen leer stehenden Güterbahnhofshalle am Rande der Nordstadt wachsen. So verhandelt das Unternehmen Aurelis, Eigentümer der Immobilie, unter anderem mit dem italienischen Feinkosthändler Andronaco aus Hamburg über eine Ansiedlung.

Andreas Schinkel 23.01.2013

In der Nacht zum Sonnabend sind an den Straßen Holzwiesen und Leipziger Straße in Vahrenheide zwei Feuer ausgebrochen. Dabei wurden ein Wohnwagenanhänger und ein Papiercontainer beschädigt.

20.01.2013
Anzeige