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Nord Die Flüchtsunterkunft in der Helmkestraße ist fertig
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Die Flüchtsunterkunft in der Helmkestraße ist fertig
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09:00 26.06.2018
Zur Besichtigung des Flüchtlingsheims an der Helmkestraße waren rund 50 Bürger gekommen. Quelle: Laura Ebeling
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Hainholz

Das Flüchtlingsheim in der Helmkestraße 25 a-j ist nach rund zwei Jahren Bauzeit fertig. Die Stadt Hannover hatte daher zu einer Besichtigung mit anschließender Fragestunde eingeladen, zu der 50 interessierte Bürger gekommen waren. „Es ist wirklich schön geworden“, urteilte Bezirksbürgermeisterin Edeltraut Geschke. Nachdem die ursprünglichen Planungen, eine Unterkunft für rund 400 Personen zu bauen, verworfen worden sind, können jetzt 162 Flüchtlinge in der Modulanlage unterkommen. Fünf Sozialarbeiter werden den Bewohnern dann zur Verfügung stehen.

Die Zielgruppen seien dabei gemischt: Zwei der sieben Wohnhäuser sind für Familien, die restlichen für Einzelpersonen angedacht. „Ich hoffe, dass es eine bunte Mischung aus Familien und Einzelpersonen geben wird“, erzählte Geschke. Für sie mache das viel für das Klima innerhalb der Unterkunft aus, bekräftigte sie. Die ersten 40 Einzelpersonen seien schon einen Tag nach der Besichtigung in die neue Unterkunft eingezogen, erklärte Jamal Keller, Heimleiter und Sozialarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). „Sie wurden aus dem Maritim Hotel hierher verlegt“, sagte Ralf Lüdtke, Leiter des Sachgebiets Unterbringung der Stadt Hannover, den Bürgern. Sie kennen sich daher schon untereinander und seien dem DRK bekannt, fuhr er fort.

Heimleiter rechnet mit 30 bis 40 Nationalitäten

Wer noch in die Unterkunft einzieht, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar. „Wir wissen erst fünf Tage vorher, wer dem Flüchtlingsheim vom Land Niedersachsen zugewiesen wird“, erklärte Lüdtke. Er aber rechne mit 30 bis 40 Nationalitäten. Insgesamt gäbe es 26 Wohneinheiten mit jeweils fünf Einzelzimmern und acht Wohneinheiten mit jeweils vier Zimmern. Jede dieser Einheiten setzt sich aus zwei Badezimmern mit Dusche, Waschbecken und Toilette, einer Küche mit Herd und Spüle sowie Sitzgelegenheiten und zwei Gemeinschaftsräumen mit jeweils vier Waschmaschinen und vier Trocknern zusammen. Jedes Bewohnerzimmer war mit einem Tisch und einem Kühlschrank sowie pro Bewohner mit einem Bett, einem Schrank und einem Stuhl ausgestattet.

Trotzdem bemängelten die anwesenden Bürger, die zum Teil sogar stehen mussten, mangelnde Ablageflächen in Küchen und Bäder. „Die Bewohner sollen ihre Sachen aus Küche und Bad wieder mitnehmen, damit es keine Streitereien gibt“, rechtfertigte Heimleiter Keller die Ausstattung. Eines sei Lüdtke aber auch aufgefallen. „Es müssen unbedingt noch Vorhänge angebracht werden“, findet der Leiter des Sachgebiets Unterbringung.

Insgesamt 34 Wohneinheiten

Das gesamte Flüchtlingsheim Helmkestraße besteht aus einem eingeschossigen, zwei dreigeschossigen und sechs zweigeschossigen Gebäuden mit insgesamt 34 Wohneinheiten. In einem der beiden dreigeschossigen Gebäude befindet sich der Verwaltungsbereich. Dort wurden vier Büroräume für die Sozialarbeiter, eine Personalküche und die Pforte für den Wachdienst sowie fünf Lagerräume geschaffen. In dem anderen eingeschossigen Gebäude stehen zwei Gemeinschaftsräume, drei Betreuungsräume, zwei Sanitäranlagen, eine Teeküche und zwei Technikräume für die Bewohner bereit.

Von Laura Ebeling

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