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Nord Baustart am Hainhölzer Markt verzögert sich
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Baustart am Hainhölzer Markt verzögert sich
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00:31 03.06.2018
Die Haltestelle Hainhölzer Markt gibt es längst, das Geschäftszentrum lässt auf sich warten. Quelle: Katrin Kutter
Hainholz

Die Haltestelle Hainhölzer Markt ist bereits seit 2012 in Betrieb. Doch neben dem eigens an die Stelle gerückten Hochbahnsteig erstreckt sich weiterhin eine Brachfläche. Mit dem Baubeginn für das seit Jahren angekündigte Geschäftszentrum Hainhölzer Markt ist jedoch auch in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen. „Wir erwarten von der Verwaltung, dass sie endlich mit dem Investor zu einer einvernehmlichen Lösung findet“, kritisiert Angelika Jagemann, CDU-Fraktionschefin im Bezirksrat Nord.

Die Firma Rahlfs Immobilien GmbH aus Neustadt hat das Grundstück an der Schulenburger Landstraße 2014 erworben, nachdem ein anderer Investor abgesprungen war. Seitdem arbeiten sich Stadt und Bauherr an dem Projekt ab. „Die Entwicklung des Hainhölzer Markts zu einem attraktiven Nahversorgungszentrum ist nach wie vor das zentrale Projekt der Stadterneuerung in Hainholz“, betonte eine Mitarbeiterin der Stadt kürzlich im Bezirksrat Nord. Die Stadt unterstütze das Projekt nicht nur personell, sondern wolle die Entwicklung des Hainhölzer Markts auch mit Städtebaufördermitteln voranbringen. Doch bis zum Bebauungsplan ist das Vorhaben immer noch nicht gereift. Die Verwaltung rechnet nicht vor Mitte 2019 mit einem Beschluss.

Verteilung von Verkaufsflächen ist kompliziert

Die ursprünglichen Pläne für das zunächst auf 16 Millionen Euro veranschlagte Projekt, das wahlweise unter „Hainhölzer Markt Süd“ oder „Neue Mitte Hainholz“ läuft, beinhalten zwei Gebäude. Nach bisherigem Stand sollen in einem eingeschossigen Riegel auf 1800 Quadratmetern Discounter und Drogeriefachmarkt Platz finden. In dem größeren vier- bis fünfgeschossigen Gebäude in Staffelbauweise ist auf 3000 Quadratmetern brutto ein Verbrauchermarkt inklusive Bäckerei mit Café und Getränkemarkt vorgesehen. Im fünften Stock sind vier jeweils 120 Quadratmeter große Penthauswohnungen geplant, im zweiten bis vierten Stock 40 öffentlich geförderte Mietwohnungen.

Doch hinter den Kulissen geht es um die Größe und Verteilung der Verkaufsflächen. Damit ein Lokal für einen Discounter attraktiv erscheint, braucht es eine Mindestgröße. Die Stadt achtet jedoch auf Einhaltung des vom Rat verabschiedeten Einzelhandelskonzepts, das Obergrenzen für Ladenflächen festlegt. Damit soll Konkurrenz zu bestehenden Geschäftszentren vermieden werden, die zu Leerständen und Problemen an anderer Stelle führen können. Ein Spielraum besteht, wenn Gutachten nachweisen, dass neue Geschäfte keine Kaufkraft aus anderen Lagen abziehen. „Nach meiner Meinung ist die Verwaltung auf dem richtigen Weg“, betont Stefan Winter, Vorsitzender der Sanierungskommission Hainholz. Zugeständnisse könnten dazu führen, dass Konkurrenten gegen den Bebauungsplan klagen, befürchtet der Chef der Grünen-Fraktion im Bezirksrat.

Kommentar: Das Warten geht weiter

Es sieht auf den ersten Blick nicht gut aus für den Hainhölzer Markt. Die Verhandlungen und Planungen für das Geschäftszentrum scheinen unter keinem guten Stern zu stehen. Ein Investor springt ab, mit dem nächsten sind greifbare Ergebnisse weiterhin nicht in Sicht. Doch Stadtplanung ist meist ein langwieriges Geschäft, bei dem alle Seiten ihre Interessen ausloten. Die Stadt wünscht ein fußläufiges Einkaufszentrum für die Bürger im dicht besiedelten Hainholz, außerdem neue Wohnungen, die dringend gebraucht werden.

Der Investor will Verkaufsflächen in einer Größe, für die sich auch Mieter finden. Immerhin gehen die Gespräche weiter. Und zumindest am Hainhölzer Markt Nord lässt sich bereits ein gelungenes Bauprojekt der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover besichtigen. Hoffnung macht auch die rege Bautätigkeit an der Schulenburger Landstraße. An verschiedenen Stellen wachsen Wohnneubauten empor. Das macht die Lage weiter interessant.

Von Bärbel Hilbig

Von Bärbel Hilbig

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