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Nord Grüne fordern weniger Autos am Engelbosteler Damm
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Grüne fordern weniger Autos am Engelbosteler Damm
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02:15 26.01.2018
Der Engelbosteler Damm ist zu den Hauptverkehrszeiten viel befahren. Quelle: Foto: Teetz
Nordstadt

Die Grünen suchen nach Wegen, den Engelbosteler Damm vom Autoverkehr zu entlasten. „Wir wollen die Straße attraktiver und sicherer für Radfahrer machen“, betont Stefan Winter, Grünen-Fraktionschef im Bezirksrat Nord. Tatsächlich ist im Verkehrskonzept für die Nordstadt festgelegt, dass der Weidendamm als Landesstraße (L 380) den Durchgangsverkehr in Richtung Hainholz und Vinnhorst aufnimmt. „Wir beobachten aber nach wie vor, dass Auto- und Lastwagenfahrer vom Königsworther Platz kommend die erste Möglichkeit nutzen und in den Engelbosteler Damm abbiegen“, berichtet Winter

Auf dem Engelbosteler Damm, der Hauptgeschäftsstraße in der Nordstadt, sind täglich zahlreiche Fußgänger und Radfahrer unterwegs. Die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt bei Tempo 30. Das hindert Autofahrer allerdings nicht, die Straße als Abkürzung zu nehmen. Mit einer Anfrage bei der Stadtverwaltung  wollten die Grünen jetzt klären, wie stark beide Straßen genutzt werden. Aktuelle Daten aus einer Verkehrszählung zur Gesamtzahl der motorisierten Fahrzeuge liegen nicht vor. Aber Auswertungen aus dem Verkehrsrechner ergeben, dass bis zu 200 Autos und Lastwagen pro Stunde von der Schloßwender Straße nach links in den E-Damm abbiegen. Die ausgeschilderte und empfohlene Strecke von der Arndtstraße in den Weidendamm nehmen dagegen nur rund 100 Linksabbieger in der Stunde.

„Unser Ziel ist es, dass ein Großteil des Kfz-Verkehrs über den Weidendamm fließt“, betont Winter. Dafür besteht Spielraum, wie die Antworten der Stadt im Bezirksrat Nord zeigen. Die Ampelschaltungen lassen Linksabbiegern an beiden Kreuzungen rund 12 Sekunden Zeit. Theoretisch könnten damit jeweils 200 bis 250 Fahrzeuge pro Stunde abbiegen. Den Grünen schwebt vor, zusätzlich die Ampelphasen zu verändern – kürzer beim Einbiegen in den E-Damm, länger am Weidendamm. Dazu äußert die Verwaltung sich abschlägig. Am E-Damm hat der Busverkehr Vorrang, damit Fahrgäste schnell ans Ziel kommen. Dadurch verlängert sich in vielen Fällen die Freigabe für Linksabbieger. Kürzere Ampelphasen seien deshalb nicht möglich. Die hohe Verkehrsbelastung in der Arndtstraße verhindere außerdem längere Abbiegephasen in den Weidendamm.

Zufriedengeben wollen die Grünen sich mit der Antwort nicht. „Den E-Damm nutzen viele Radfahrer. Aber sie fühlen sich oft unsicher und an den Rand gedrängt.“ Als Konsequenz weichen manche verkehrswidrig auf den breiten Gehweg aus. 

Von Bärbel Hilbig

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