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Nord Hochbahnsteige ausdrücklich erwünscht
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Hochbahnsteige ausdrücklich erwünscht
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02:17 07.12.2014
Von Bärbel Hilbig
Die Linie 9 lässt in Sachen Barrierefreiheit zu wünschen übrig, etwa hier an der Haltestelle „Bothfeld“. Quelle: Tobias Kleinschmidt
Hannover-Ost

Auf Hochbahnsteige müssen viele Bürger in Bothfeld und Isernhagen-Süd noch unbestimmte Zeit warten - wenn die Region ihren neuen Nahverkehrsplan so beschließt, wie der Entwurf es vorsieht. Der Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide hat jedoch erhebliche Einwände. „Es hat ganz große Bedeutung, welchen Bedarf die Bürger vor Ort tatsächlich haben“, sagt SPD-Fraktionschef Florian Spiegelhauer. Die Fahrgastzahlen allein dürften keinen Ausschlag geben. Entlang der Stadtbahnlinie 9 sind in den vergangenen Jahren mehrere Senioren- und Behinderteneinrichtungen entstanden. Baugebiete haben neben älteren Bürgern auch junge Familien angezogen. Viele Eltern sind mit Kinderwagen unterwegs.Barrierefreie Haltestellen fehlen jedoch komplett.

An der Stadtbahnlinie 9 soll nach bisherigem Plan die Kurze-Kamp-Straße voraussichtlich im Jahr 2017 mit Hochbahnsteigen ausgerüstet werden, die Haltestelle Fasanenkrug in Isernhagen-Süd um 2020 sowie der Bothfelder Kirchweg zwischen 2020 und 2022. Für die Haltestelle „Bothfeld“ gibt es noch keinen Termin, auch nicht für den Haltepunkt „Stadtfriedhof Bothfeld“.

Der Bund schreibt eigentlich barrierefreie Haltestellen bis zum Jahr 2022 vor. „Leider hat der Bund darauf verzichtet, die Kommunen dafür mit Geld auszustatten. Keine einzige wird das Ziel erreichen“, sagt Klaus Geschwinder, Teamleiter Verkehrsentwicklung bei der Region Hannover. Das Budget reiche für drei Stadtbahnhaltestellen pro Jahr. Bis zum Jahr 2030 könnte das Ziel stadtweit erreicht sein, schätzt Geschwinder.

Damit will der Bezirksrat sich nicht abfinden und fordert Hochbahnsteige von Noltemeyerbrücke bis Fasanenkrug bis zum Jahr 2020. Die Region wolle mit ihrem Zeitplan zumindest eine „Grundversorgung“ im Stadtteil aufbauen, erläuterte Geschwinder. So solle die Haltestelle „Friedhof“ wegen der geringen Ein- und Aussteiger zunächst ausgelassen werden.

Stadtbahnlinie 2: Einstimmig fordert der Bezirksrat eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zur Verlängerung der Stadtbahnlinie 2 von der Endhaltestelle Alte Heide (Sahlkamp) bis zur Stadtbahnlinie 9 in der Sutelstraße (Bothfeld). Das Ergebnis soll bis spätestens Mitte 2016 vorliegen. Damit soll die Ost-West-Verbindung im Stadtbezirk verbessert werden. „Der Bus 135 fährt nur unregelmäßig, viele Bürger nehmen deshalb das Auto“, sagt Elisabeth Generotzky. Doch Geschwinder macht wenig Hoffnung. Durch eine Querverbindung ließen sich keine neuen Fahrgäste gewinnen. „Außerdem ist die Trasse nicht freigehalten. Die Verbindung würde erhebliches Geld verschlingen.“

Noltemeyerbrücke: SPD und Grüne setzen sich dafür ein, die Haltestelle Noltemeyerbrücke der Buslinie 135 in der Sutelstraße (Fahrtrichtung Meierwiesen) in die Umsteigeanlage Noltemeyerbrücke zu integrieren. Der bereits seit Jahren in verschiedenen Gremien erhobenen Forderung stimmte der gesamte Bezirksrat zu.

Gleisbett Sutelstraße: Die Region will in der Sutelstraße ein separates Gleisbett für die Stadtbahn anlegen. Die CDU-Fraktion spricht sich dagegen aus, weil die Straße für alle Verkehrsteilnehmer ein Nadelöhr sei. „Durch den Einkaufspark Klein-Buchholz herrscht reger Verkehr. Und die Lastwagen brauchen Platz zum Wenden“, sagt CDU-Fraktionschef Felix Blaschzyk. SPD-Fraktionschef Spiegelhauer verteidigt jedoch den Plan: „Die Linie 9 hat erhebliche Verspätungen durch den Rückstau auf der Straße.“ Der CDU-Antrag fand keine Mehrheit.

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