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„Höchste Eisenbahn, dass hier etwas eröffnet“

Ledeburg/Vinnhorst „Höchste Eisenbahn, dass hier etwas eröffnet“

Das neue Einkaufszentrum an der Ecke Mecklenheidestraße/Schulenburger Landstraße hat jetzt eröffnet. Bis zum Sommer sollen auf die ersten Mieter - ein Rewe-Markt sowie eine Rossmann-Filiale - weitere Geschäfte, ein Jugendzentrum und ein Eiscafé folgen.

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Rossmann und auch Rewe haben bereits geöffnet - weitere Geschäfte im neuen Zentrum sollen bald folgen.

Quelle: Hannah Scheiwe

Hannover . Der große Parkplatz ist schon gut gefüllt. Überall laufen Menschen mit Einkaufswagen und vollen Tüten herum. Es ist nicht zu übersehen: Das neue Einkaufszentrum an der Grenze der Stadtteile Vinnhorst und Ledeburg hat eröffnet. Nach etwa zehn Monaten Bauzeit sind in dem großen Gebäude an der Kreuzung von Mecklenheidestraße und Schulenburger Landstraße nun ein Rewe-Markt sowie eine Rossmann-Filiale eingezogen. Ein Eiscafé, ein Jugendzentrum, ein Arzt und weitere Geschäfte sollen bis zum Sommer noch folgen. Dann wird es auch eine offizielle Eröffnungsfeier für das gesamte Einkaufszentrum geben.

„Für unseren und den Stadtbezirk Nord ist das eine wichtige Bereicherung. Das Angebot mit Gastronomie und weiteren Mietern wird sehr vielfältig sein“, sagt Marion Diener, Bürgermeisterin für Herrenhausen-Stöcken. Das sehen viele Kunden ähnlich: „Bisher musste ich zum Rossmann am Engelbosteler Damm fahren“, sagt die 53-jährige Christiane Hubrich. Jetzt kann die Vinnhorsterin zu Fuß zum Drogeriemarkt laufen.

Vor allem ältere Leute sind zum Start am vergangenen Donnerstag gekommen. Rentner Jürgen Müller lobt das neue Geschäftszentrum: „Das wurde höchste Eisenbahn, dass hier etwas eröffnet.“ Gerade für ältere Menschen sei es wichtig, ein Einkaufszentrum in der Nähe zu haben. Mit Aktionen machen die beiden Geschäfte auf sich aufmerksam: Vor Rossmann gibt es viele Rabatt-Angebote, vor Rewe wird gegrillt und frische Ananas geschnitten. Beide Geschäfte sind montags bis sonnabends ganztägig geöffnet: Die Rewe-Mitarbeiter verkaufen auf einer Fläche von 1250 Quadratmetern jeweils von 7 bis 21 Uhr, die Rossmann-Beschäftigten auf 600 Quadratmetern von 8 bis 20 Uhr.

Doch nicht alle sind begeistert von der Neueröffnung. „Ich finde den Markt überflüssig“, sagt der 79-jährige Jürgen Kreiensen und verweist auf den etwa einen Kilometer entfernten Rewe am Fuhrenkampe, der doch ausreiche. „Die kleine Schlachterei hier wird wahrscheinlich bald zumachen.“ Der Rentner sieht die kleineren Geschäfte wie Schlachterei und Bäcker in Gefahr.

Rewe-Bezirksleiter Michael Paul sieht das anders. „Der Rewe am Fuhrenkampe und der neue Rewe liegen in zwei verschiedenen Stadtteilen. In Vinnhorst gab es bisher nur einen Netto und kein Nahversorgungszentrum.“ Außerdem soll auf dem angrenzenden Platz bald ein Wochenmarkt entstehen.

Bei Rossmann arbeiten vier neue Mitarbeiter, zusätzlich zu fünf Angestellten, die schon vorher in einer anderen Filiale tätig waren. In der Rewe-Filiale hat ein komplett neues Team angefangen, bestehend aus 25 Mitarbeitern. So sehen viele die Neueröffnung nicht kritisch, sondern als Aufwertung gleich zweier Stadtteile in Hannover.

Von Hannah Scheiwe

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