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„Hoppelweg“ bald offizieller Name für Zufahrt zu Kleingärten

Kleingartenvereine „Hoppelweg“ bald offizieller Name für Zufahrt zu Kleingärten

Die holperige Durchfahrt zu den Kleingartenvereinen im Sahlkamp soll bald offiziell „Hoppelweg“ heißen. Bisher war die Schotterstrecke noch namenlos. Aufgrund ihrer vielen Schlaglöcher ist sie unter den Kleingärtnern schon lange als „Hoppelweg“ bekannt.

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Viele Kleingärtner im Sahlkamp freuen sich, dass der Name für die Schotterpiste bald offiziell ist.

Quelle: Becker

Sahlkamp. Für Wolfgang Schleifer ist die Sache ganz klar: „Das ist der Hoppelweg“, sagt der Kleingartenbesitzer aus dem Sahlkamp. Dass Bau- und Verwaltungsausschuss nun entschieden haben, die holperige Zufahrt zu den Kleingartenvereinen „Flora“ und „Neue Hoffnung“ ganz offiziell Hoppelweg zu nennen, findet Schleifer gut – auch wenn der Rat noch tagen muss. „Den Namen kennt hier jeder“, sagt der Kleingärtner, der seit 1973 einen Garten in der Kolonie „Flora“ besitzt. Der Schotterweg, der in Höhe des Eifelwegs vom Sahlkamp durch die beiden Kolonien bis zum Mittellandkanal führt, heißt bei den Laubenpiepern inoffiziell längst Hoppelweg. „Früher gab es hier noch mehr Schlaglöcher“, sagt Kleingärtner Werner Ahrenstedt. „Da hat sich der Name im Laufe der Jahre eben eingebürgert.“

Fast jeder, der einen Kleingarten in einer der beiden Kolonien besitzt oder die Wege zwischen den Gärten als Durchfahrt nutzt, kennt den Namen Hoppelweg. Deshalb fänden viele es passend, wenn die Huckelpiste auch mit einem Straßenschild versehen würde. „Dass der schlechte Zustand des Weges sich im Namen widerspiegelt, stört da keinen“, sagt Karl Heinz Raats aus der List. Wichtiger sei es ihm, dass Anlieger, die hier zeitweise wohnten, dann endlich eine Adresse bekämen und Paketzusteller und Ortsfremde die Kolonieeinfahrt besser finden könnten.

Doch nicht alle Kleingartenbesitzer können sich mit dem Namen Hoppelweg anfreunden. „Das ist doch ein Witz“, sagt Lydia Ziert. „Hätte man sich da nicht etwas anderes einfallen lassen können?“ Annegret Vogt aus Groß-Buchholz findet den Namen zwar „nicht schlecht“. Sie hat aber Bedenken, dass der Weg nun auf Dauer ungeteert bleibt. „Die Löcher werden hier jedes Jahr geflickt und der Weg immer ein bisschen aufgeschüttet, aber eine Pflasterung wäre besser“, sagt Vogt, deren Garten direkt neben dem Weg liegt. „Die Autos rasen hier im Sommer durch, hinterlassen eine riesige Staubwolke, und dann springt der Mergel vom Weg in unseren Garten“, sagt sie mit ärgerlichem Unterton. Die Hinweisschilder „Tempo 10“ und „Schritt fahren“ an der Straße nimmt nicht jeder ernst.

Einen Alternativvorschlag hat Melanie Keunecke: „Wieso nennt man das Stück nicht Eifelweg?“, fragt die Sahlkämperin. Gleich zu Beginn der Straße sei die Bushaltestelle „Eifelweg“ und der hoppelige Weg dann die sinnvolle Verlängerung. Auch Werner Ahrenstedt glaubt, „dass Eifelweg eine gute Lösung wäre“. Die Üstra nennt den zukünftigen Hoppelweg in ihren Karten derzeit bereits Eifelweg. Wer auf der Internetseite www.gvh.de bei der „Express-Suche“ als Ziel „Eifelweg“ eingibt und dann bei den Fahrdetails auf „Eifelweg“ klickt, sieht eine Karte, die den zukünftigen Hoppelweg als Eifelweg bezeichnet. Aber ganz gleich ob Eifelweg, namenlose Piste oder eben ganz offiziell Hoppelweg: „Wenn meine Schwester zu Besuch kommt, sage ich immer: ,...und dann nimmst du den Hoppelweg‘. Da weiß einfach jeder Bescheid“, sagt Melanie Keunecke.

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