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Nord Hunderte feiern Frühlingsfest im Kinderwald
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Hunderte feiern Frühlingsfest im Kinderwald
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00:15 17.05.2015
Der Tanz um den Maibaum ist ein Ritual beim Frühlingsfest. Quelle: Hannah Scheiwe
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Hannover

Konzentriert fädelt Jella Schmuda eine Perle auf einen dünnen Ast, auf dem sich schon braune, orange- und goldfarbene Perlen aneinanderreihen. Gemeinsam mit ihrer Mutter Dorothee bastelt die Fünfjährige auf dem Frühlingsfest im Kinderwald einen Traumfänger. Und der soll Teil eines riesigen Traumfängers werden, der im Amphitheater des Kinderwalds steht. Mitten im Grünen feiern Kinder hier den Frühling - indem sie singen, tanzen, basteln und Spaß haben. „Das ist toll“, sagt Jella, die mit ihrer Mutter zum ersten Mal im Kinderwald ist.

Sieben Hektar riesig ist die Naturfläche am Mecklenheider Forst im Norden Hannovers, auf der sich Kinder und auch Erwachsene austoben oder einfach entspannen können. Doch an diesem Nachmittag des Frühlingsfestes konzentriert sich fast alles auf das Amphitheater, eine größere Fläche mit Sandboden, drum herum erhöhte Bänke. Dort singt Liedermacher Unmada Kindel, der auch der Initiator des Projekts Kinderwald war, mit seinem Kinderwaldchor. Mit dem schwedischen Volkslied „Gamla Moder Jord“, auf Deutsch „Frühling, sei da“, begrüßen sie den Frühling. So auch die achtjährige Suri Bünger, die schon seit drei Jahren im Kinderwaldchor mitmacht und sich besonders auf das Fest gefreut hat, weil sie dort so viel singen kann.

Zu dem Gesang gibt es auch einen Rundtanz - und zwar um einen Maibaum, barfuß im Sand; ein weiteres Ritual, um den Frühling zu empfangen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene tanzen Hand in Hand um den Baum und singen die Lieder mit, die Unmada auf dem Akkordeon spielt. „Wir feiern jede Jahreszeit mit einem Fest“, erzählt Unmada. Nächstes Jahr ist ein besonderer Jahrestag, dann wird bereits das 20. Frühlingsfest gefeiert.

Und während die einen singen und tanzen, wird an anderer Stelle fleißig gewerkelt. An der Station der Bienenexperten von „Hannover summt“ basteln verschiedene Kinder „Seedbombs“: Erdkügelchen mit Samen darin, aus denen dann später Pflanzen sprießen sollen; bevorzugt welche, deren Blüten Bienen gern mögen. „Ich will die bei meiner Oma und meinem Opa in den Garten werfen“, sagt die achtjährige Edda. Sie hat offensichtlich richtig Spaß dabei, Erde und Samen zusammenzumatschen. Aber auch eine Führung zu dem Bienenstock des Kinderwalds bekommen die Kinder - in einem richtigen Imkeranzug, sodass sie das Bienenvolk von ganz nah sehen können.

An anderer Stelle unterhält Clown Fidolo die Kinder. Und Künstler Joy Lohmann bemalt mit Jungen und Mädchen eine alte Mülltonne - aus der nun ein Infostand für den Kinderwald werden soll. Dem kann man dann bestimmt auch entnehmen, dass es gar nicht mehr lange bis zum nächsten Fest dauert, mit dem der Sommer begrüßt werden soll - ein neuer Grund für die Kinder, sich zu freuen. Manche sind schon eine Art Dauergast: „Ich bin immer hier, wenn die Feste sind“, verrät etwa der achtjährige Fiete Lorenz. Und dann will er schnell weitermachen mit Singen, Basteln und Spielen.

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