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Nord Im Norden fehlen noch Krippenplätze
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Im Norden fehlen noch Krippenplätze
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00:15 27.01.2013
Seit 2011 investiert die Stadt in den nördlichen Stadtteilen einen zweistelligen Millionenbetrag für den Ausbau der Krippenplätze. Quelle: dpa
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Nördliche Stadtteile

Im Endspurt für den Ausbau der Krippenplätze investiert die Stadt in den nördlichen Stadtteilen seit 2011 einen zweistelligen Millionenbetrag. Damit bereitet sich die Verwaltung auf den Rechtsanspruch auf Krippenplätze für Kinder im ersten und zweiten Lebensjahr vor. Er gilt ab August diesen Jahres. Verwaltung und Politik haben sich zum Ziel gesetzt, bis dahin für wenigstens jedes zweite Kind einen Krippenplatz bereitstellen zu können.

Wie viele Familien einen Betreuungsplatz für ihr Kleinkind brauchen, wird sich jedoch erst zum Stichtag zeigen. Die Stadt will sich auf einen großen Andrang vorbereiten. Ihr selbst gestecktes Ziel hat sie bisher jedoch nur im Stadtbezirk Nord erreicht - in den anderen nördlichen Bezirken gibt es für die Verwaltung noch viel zu tun.

Herrenhausen-Stöcken: In der Kleinkinderbetreuung stand der Stadtbezirk Anfang des vergangenen Jahres noch äußerst schlecht da. Für nur 29,6 Prozent aller Ein- und Zweijährigen gab es im Januar 2012 einen Krippenplatz - der stadtweit zweitschlechteste Wert. Eine neue Kita in der Hogrefestraße wird die Versorgungsquote etwas verbessern. Sie ist aber gleichzeitig auch das einzige größere Projekt im Bezirk, um neue Krippenplätze zu schaffen.

Im Sommer diesen Jahres soll die Einrichtung vollendet werden, sagt Stadtsprecher Andreas Möser. Drei Krippengruppen mit zusammen 45 Kindern und 50 Kindergartenkindern werden ab August dort betreut. Die Kita ist eine von acht Neubauten im Stadtgebiet, die im Rahmen einer Öffentlich Privaten Partnerschaft (ÖPP) realisiert werden. Das ÖPP-Projekt kostet rund 20 Millionen Euro.

Nord: Der Stadtbezirk ist in der Kinderbetreuung so gut versorgt wie kein anderer im Norden. Das Angebot an Kindergartenplätzen ist höher als der Bedarf. Vor langen Wartelisten in den Kitas schützt das aber dennoch nicht, weil die Einrichtungen auch von Kindern aus anderen Stadtteilen besucht werden.

Im Kleinkinderbereich liegt die Betreuungsquote schon seit Jahren bei über 50 Prozent. In Hainholz werden bis August 2013 weitere 60 Krippenplätze geschaffen. Die GBH baut für 2,5 Millionen Euro eine Kita in der Voltmerstraße Ecke Schmedesweg. Ebenfalls in der Voltmerstraße baut die GBH das neue Familienzentrum. Dieses bietet nach dem ebenfalls 2,5 Millionen Euro teuren Umbau 30 neue Krippenplätze. Bisher betreut das Familienzentrum 70 Kindergarten- und Hortkinder.

Die städtische Kita Vinnhorster Weg wird bei laufendem Betrieb für 2,2 Millionen Euro erweitert. Ab August 2013 soll eine neue Krippengruppe mit 15Kindern einziehen, im April 2014 folgt eine integrative Kindergartengruppe.

Vahrenwald-List: In ihrem kinderreichsten Bezirk baut die Stadt zwei ÖPP-Kitas. Die Neubauten entstehen in der Röntgenstraße (List) und im Karl-Imhoff-Weg (Vahrenwald). Außerdem wird der Ausbau der Krippenplätze durch viele kleinere Projekte vorangetrieben. Der Verein „Ich + Du“ etwa hat im August 2012 eine Kita an der Straße Auf dem Dorn in Vahrenwald eröffnet. Dort werden 15 Krippenkinder betreut.

Bothfeld-Vahrenheide: Besonders gering ist die Betreuungsquote für Kleinkinder bisher in Bothfeld-Vahrenheide - sie beträgt nur 36 Prozent. Die Stadt will mit mehreren Maßnahmen nachsteuern: Die Außenstelle des Gymnasiums Herschelschule im Sahlkamp soll zur Kita umgebaut werden. Das Vorhaben kostet 1,1 Millionen Euro. An der Straße Sahlkamp 143 ziehen zunächst zwei Kindergartengruppen in die DRK-Einrichtung ein, später auch zwei Krippengruppen. Die städtische Kita Im Wiesengrunde im Sahlkamp wurde bereits im März 2012 fertiggestellt. Der GBH-Neubau kostete 2,3 Millionen Euro und ersetzt die ehemalige Kita Schlehenbusch. Die Einrichtung hat Platz für bis zu 115 Kinder, davon 15 im Krippenalter.

Außerdem baut die Stadt bis zum Sommer eine ÖPP-Kita im Robinienweg in Bothfeld. Auch hier entstehen 45 Krippenplätze. Schon im Frühjahr will die Stadt die Erweiterung der AWO-Kita Burgwedeler Straße abschließen. Die Einrichtung erhält für etwa eine Million Euro einen Anbau und wird darin 15 zusätzliche Krippenkinder betreuen.

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