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Junge Musikstars drehen Video in Hannover

Hainholz Junge Musikstars drehen Video in Hannover

Seit fünf Jahren vermitteln Musikpädagogen und Kulturmanager wie Denise Kahlmann Bewohnern von Hannover-Hainholz Musik- und Tanzangebote. Jetzt hat das Projekt „Musik in Hainholz“. eine „Best of“-Dokumentation erstellt.

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Die Band Seven Screams während des Videodrehs zum Projekt „Musik in Hainholz“.

Quelle: Frank Wilde

Eigentlich sollten Abdul al-Doueiri und Muhammed Sahin für das Musikvideo ihrer Band Seven Screams nur auf einer Bühne stehen, Gitarre und Schlagzeug spielen und den Hebeübungen der Tänzer der Geschwister-Scholl-Realschule und der Grundschule Fichteschule zuschauen. Das machten sie gestern auch ganz gut, Abdul hatte sich extra eine lässige Fliegersonnenbrille aufgesetzt. Aber als das Filmteam der Firma d-zentral entdeckte, wie gut Abdul mit einem Ball jonglieren kann und wie perfekt Muhammed Michael Jacksons Moonwalk beherrscht, wurde einfach umgeplant. Auch diese Szenen landen nun im Video. Kommentar der 13-jährigen Rockstars: „Cool.“ Dann setzten sie sich wieder auf die Bühne und sangen mit ihren Bandkollegen ihr Lied „Die Welt“. So professionell arbeiten junge Musiker wohl eher selten.

Die Musikvideo ist nur ein Teil eines gerade entstehenden Medienpakets, das für das Projekt Musik in Hainholz eine Art Bilanz in Bildern ziehen soll. Seit fünf Jahren vermitteln Musikpädagogen und Kulturmanager wie Denise Kahlmann Stadtteilbewohnern Musik- und Tanzangebote. So gab es Projekte zur musikalischen Früherziehung, Gesangs- und Instrumentalunterricht und Chorgründungen. Die Pädagogen arbeiteten mit Schulen, Vereinen, Kindertagesstätten und Kultureinrichtungen zusammen. Aus Workshops und Projekten entstanden Hip-Hop-Bands, Bollywoodtanzgruppen und ganze Trommelensembles, die unter anderem beim autofreien Sonntag, bei Stadtteilfesten oder auch auf der Weihnachtsmarktbühne der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung auftraten.

„Durch die Zusammenarbeit einzelner Institutionen im Stadtteil wird das Netzwerk vor Ort gestärkt“, erklärt Projektkoordinatorin Kahlmann. Aber es gehe ihr nicht nur um die Identität des Stadtteils, „sondern auch um die Förderung von Selbstvertrauen und Teamfähigkeit der Teilnehmer“, sagt die Organisatorin. Das Projekt, das vom Musikzentrum, der Stadt und der Bürgerstiftung Hannover finanziell unterstützt wird, wurde schon 2006 mit dem „Invention 2006“-Preis des Deutschen Musikrates und 2007 mit dem „Zukunftspreis Jugendkultur“ der PWC-Stiftung ausgezeichnet. Ende 2011 wird das Projekt offiziell beendet. „Dann arbeiten die Gruppen selbstständig weiter“, sagt Kahlmann.

Das Seven-Scream-Musikvideo und die Dokumentation zum Projekt sollen schon im Herbst erscheinen. Zudem soll es eine Musik-CD aller beteiligten Bands geben. Am 8. November werden die Filme im Musikzentrum an der Emil-Meyer-Straße gezeigt. Vielleicht kommt auch der prominente Pate des Projekts vorbei, Scorpions-Sänger Klaus Meine. Und vielleicht kann er noch ein paar Tipps geben – oder sich eben den Moonwalk zeigen lassen.

Jan Sedelies

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