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Kirchengemeinde bereitet Umbau vor

Marienwerder Kirchengemeinde bereitet Umbau vor

Im Pfarramt von Marienwerder rattern ab 2014 die Presslufthämmer. Die meisten Zimmer sind bereits leer geräumt, die Pastorin ist mit ihrer Familie in eine andere Wohnung gezogen.

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Das Gemeindehaus in Marienwerder wird ab 2014 komplett umgebaut.

Quelle: Christian Link

Marienwerder. Das Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde ist bereit für den Umbau. Seit Kurzem stehen die meisten Zimmer leer, und die angrenzende Pfarrwohnung wird fortan als provisorisches Gemeindehaus genutzt. „Der Umbau soll Anfang 2014 beginnen und ein Jahr dauern“, sagt Ulrich Welsch, der das Projekt für die Gemeinde betreut. Derzeit laufen die vorbereitenden Arbeiten für das Großprojekt.

Der Hauptgrund für den Umbau sind die sinkenden Zuwendungen der Landeskirche zur Gebäudeunterhaltung. Sie zwingen die langsam schrumpfende 700-Seelen-Gemeinde dazu, sich räumlich zu verkleinern. Nachdem bereits verschiedene Varianten durchgeplant wurden, entschied sich die Gemeinde schließlich dazu, ihr jetziges Gemeindehaus zu sanieren, zu verkleinern und zu behalten. Zunächst war ein Abriss des Hauses durch die Klosterkammer geplant, die dort eine Einrichtung für Betreutes Wohnen errichten wollte. Die Gemeinde wäre in diesem Fall in das denkmalgeschützte „Gärtnerhaus“ hinter dem Kloster Marienwerder umgezogen.

Auch nach dem jetzigen Szenario gibt die Kirchengemeinde die Eigentumsrechte an ihrem Gemeindehaus auf. Es geht in den Besitz der Klosterkammer über, die dafür die Umbaukosten übernimmt und der Gemeinde die 150 Quadratmeter große Räumlichkeiten über einen Erbachtvertrag vermietet. Die neuen Räume bestehen dann nur noch aus einem Büro mit Archiv, einem Pastorenamtszimmer, Toiletten und einem Gemeindesaal. „Beim Erntedankfest haben in unserem Saal 90 Menschen gemeinsam gegessen - dafür werden wir in Zukunft keinen Platz mehr haben“, sagt Gemeindesekretärin Gudrun Niebuhr.

Dort, wo sich jetzt der Gemeindesaal befindet, will die Klosterkammer neue Räume für die Diakoniestation Garbsen unterbringen. Wie das frühere Pfarrhaus nach dem Umbau genutzt wird, wurde noch nicht bekannt gegeben. Pastorin Judith Augustin ist bereits im Sommer mit ihrer Familie in eine andere Wohnung umgezogen. Das Gemeindebüro bleibt zunächst in seinen Räumen. Der Eingang ist jetzt aber nicht mehr im Augustinerweg 21, sondern um die Ecke im Quantelholz 33. Die Anschrift bleibt gleich.

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