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Calenberger Neustadt

Lavesallee soll Überweg erhalten

Von Michael Zgoll

Rot-Grün im Bezirksrat Mitte will die U-Bahnstation Waterloo mehr an die Calenberger Neustadt anbinden. Auf der Lavesallee in Höhe von Waterloo- und Archivstraße soll ein Fußgängerüberweg mit Ampel eingerichtet werden.

Land in Sicht: Eine Brücke soll die Lavesallee „kreuzungssicher“ machen.

© Martin Steiner

Diesen Auftrag an die Stadtverwaltung hat der Bezirksrat Mitte in seiner jüngsten Sitzung mit den Stimmen von SPD und Grünen gegen CDU und FDP verabschiedet. Wie Sonja Eick von den Grünen erläuterte, geht es in erster Linie darum, Stadtbahn-Fahrgästen den Weg in die nördliche Calenberger Neustadt – Richtung Archiv- und Calenberger Straße – zu erleichtern.

Eltern mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer beispielsweise müssen vom unterirdischen Bahnsteig der Station „Waterloo“ zunächst einen der beiden Fahrstühle nach oben benutzen, kommen dann aber immer auf dem Waterlooplatz südlich der Lavesallee heraus. Um hinüber zur Archivstraße zu gelangen, müssen sie entweder den Fußgängertunnel benutzen, dessen Rampen-Einfahrt ein Stück weiter entfernt liegt und der von vielen Fußgängern ungern genutzt wird. Oder sie müssen bis zum Friederikenplatz gehen, um von dort über einen großen Umweg auf die andere Seite der Lavesallee zu kommen. „Es ist ja schön, dass wir 2002 den Fahrstuhl bekommen haben, aber ohne vernünftige Wegeanbindung in den dicht besiedelten Teil der Calenberger Neustadt bliebe das ein Schildbürgerstreich“, meint Eick. Schließlich sei der Fahrstuhl nicht nur für Stadiongäste und Schützenfest-Besucher gedacht.

Schon 2007 hatte der Bezirksrat Mitte einen Vorstoß unternommen, eine Fußgängerüberquerung über die Lavesallee einrichten zu lassen. Daraufhin hatte die Verwaltung im vergangenen Jahr drei Varianten für einen solchen Überweg vorgestellt. Sie wies allerdings von vornherein darauf hin, dass man solch einen Überweg mit Ampel nicht für sinnvoll halte. Die Kosten für Straßenbau und Signaltechnik liegen je nach Wegeführung zwischen 70 000 und 80 000 Euro.

Der Bezirksrat hat sich nun für die Variante ausgesprochen, die den Überweg von der südwestlichen Ecke von Waterloostraße und Lavesallee leicht rechts verschwenkt auf den Bürgersteig vor der Reformierten Kirche lenkt. „Diese Querungshilfe führt auf dem direkten Weg von den Aufzügen der U-Bahnstation Waterloo in die Calenberger Neustadt“, heißt es in dem Antrag von Rot-Grün. Joachim Albrecht von der CDU begründete die ablehnende Haltung seiner Partei damit, dass die Nachteile eines Ampel-Überweges für das gesamte Verkehrsgeschehen überwiegen würden und dass es ausreiche, die Ausschilderung für Stadtbahn-Fahrgäste Richtung nördlicher Calenberger Neustadt zu verbessern.

 

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