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Nord Flüchtlinge präsentieren selbst gedrehte Kurzfilme
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Flüchtlinge präsentieren selbst gedrehte Kurzfilme
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13:45 22.02.2018
„Neuland“ in der Lutherkirche Bildungsvereinigung Arbeit & Leben präsentiert Film und Musik. Quelle: Nele Schröder
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Nordstadt

 Kurzfilme, Livemusik und persische Liebeslieder: In der Lutherkirche hat das Projekt Neuland eine besondere Kooperation präsentiert. Die rund 18 Teilnehmer des Projekts, geflüchtete junge Erwachsene, füllten den Abend mit orientalischer Musik und selbst gedrehten Filmen. Knapp ein Jahr lang trafen sich die jungen Männer im Alter von 18 bis 32 Jahren einmal die Woche, um die Aufführung auf die Beine zu stellen. 

„Wir sind sehr froh, dass wir das heute so präsentieren können“, sagte Jutta Buchholz von der Bildungsvereinigung Arbeit & Leben, dem Träger des Projekts, erfreut. 

Stumm war die einzige Vorgabe 

Zuvor waren die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt worden: Kurzfilm und Musik. Die Filmgruppe erhielt keine Themenvorgabe, nur ohne Tonspur sollten die Filme auskommen. Die Aufgabe der Musikgruppe bestand dann darin, für die Filme einen Soundtrack zu schaffen. 

Während der Vorführung der Kurzfilme ist die Kirche dunkel, die Musik füllt den Raum. Die Zuschauer haben es sich in kleinen Stuhlgruppen und auf Sitzsäcken gemütlich gemacht. Zwischendurch gibt es von den Teilnehmern komponierte Livemusik ohne visuelle Entsprechung. Ein junger Mann singt auf Persisch über Freiheit und Liebe. Die Musiker spielen mit sichtlicher Begeisterung. 

Dozenten als helfende Hände

Die Idee für das Projekts kam Jutta Buchholz bereits 2015. Das Ziel von Neuland sei gewesen, junge Erwachsene zusammenzubringen und interkulturellen Austausch zu schaffen, erzählt Buchholz. Sie habe Dozenten gesucht und mit ihnen die Idee entwickelt, Musik und Videos zu kombinieren, berichtet Buchholz. Die Dozenten Omid Jalali für die Filmgruppe sowie Carsten Bethmann und Holger Kirleis für die Musik standen den Teilnehmern während des Projekts zur Seite, die Musikdozenten spielen während der Aufführung auch mit. 

Allerdings lief dabei nicht immer alles glatt – einige Teilnehmer fanden Arbeit und mussten das Projekt verlassen, die Akustik in der Kirche stellte eine weitere Hürde dar. Buchholz ist vom Ergebnis dennoch sehr angetan. Die Teilnehmer hätten die vielen Herausforderungen gemeistert und sehr engagiert mitgearbeitet. „Der Austausch untereinander hat super funktioniert“, sagte Buchholz. „Wir können mit Stolz sagen, dass wir unser Ziel des interkulturellen Austauschs erreicht haben.“

Von Nele Schröder

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