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Mädchen muss Polizeieinsatz wegen erfundener Entführung nicht zahlen

Vinnhorst Mädchen muss Polizeieinsatz wegen erfundener Entführung nicht zahlen

Ein zehnjähriges Mädchen, das am Dienstag von einer vermeintlichen Entführung berichtet hat, muss nicht für die durch den Polizeieinsatz entstandenen Kosten aufkommen. Das wäre normalerweise der Fall gewesen, doch Polizeisprecher Stefan Wittke verwies am Mittwoch auf einen „Ermessensspielraum“, den die Polizeidirektion Hannover habe.

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Nach der erfundenen Entführung: Mädchen muss Polizeieinsatz nicht zahlen.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Vinnhorst. „Wir gehen davon aus, dass das Mädchen die weitreichenden Folgen ihres Handelns nicht absehen konnte“, sagte Wittke. Deswegen werde die Zehnjährige keine Rechnung erhalten.

Die Schülerin war am Dienstagvormittag gemeinsam mit ihrem dreijährigen Bruder allein im Zuhause der Familie in Vinnhorst gewesen. Im Keller entdeckten die Kinder ein Schere und schnitten sich die Haare ab. Offenbar aus Sorge vor der Reaktion ihrer Eltern dachte sich das Mädchen eine Geschichte aus. Sie behauptete ein Einbrecher sei in das Haus eingestiegen, habe ihr die Haare abgeschnitten und sie anschließend aus dem Keller auf die Straße gezerrt. Mehrere Minuten sei sie in Gewalt des fremden Mannes gewesen, dann habe sie sich losreißen können.

Stundenlang blieb das Mädchen bei seiner Darstellung, dann räumte es ein, sich alles ausgedacht zu haben. Rund ein Dutzend Beamten waren stundenlang mit dem Fall beschäftigt – ohne triftigen Grund, wie sich schließlich herausstellte. Die Kosten für den Einsatz belaufen sich nach Angaben der Polizeidirektion auf einen niedrigen vierstelligen Betrag.

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Vermeintlicher Einbrecher

Die Nachricht über eine vermeintliche Entführung eines zehnjährigen Mädchens aus Vinnhorst hat am Dienstag für Schrecken und Entsetzen in Hannover gesorgt. Am Ende stellte sich heraus: Einen Täter gab es nicht, der Entführungsfall entpuppte sich als ein Fall verzweifelter kindlicher Erklärungsnot.

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Von Redakteur Vivien-Marie Drews