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Hobby-Schatzsucher verunglückt tödlich

Leichenfund in Herrenhäuser Graft Hobby-Schatzsucher verunglückt tödlich

Ein 51-jähriger Hannoveraner ist am Sonntag in Herrenhausen auf tragische Weise ums Leben gekommen. Der Mann verunglückte tödlich, während er seinem Hobby nachging. Er war als Geocacher unterwegs, nahm also an einer Art elektronischer Schnitzeljagd oder Schatzsuche per GPS-Gerät teil.

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Die Polizei ermittelt im Fall eines 51-Jährigen, der am Sonntagnachmittag tot in der Graft in Herrenhausen gefunden wurde.

Quelle: Uwe Dillenberg

Hannover . Der 51-Jährige war am Vormittag in der Straße An der Graft im Georgengarten unterwegs. Er trug die geografischen Koordinaten eines Verstecks bei sich, das er mithilfe des GPS-Geräts zu orten hoffte. Geochacher verstecken an vielen Stellen in ganz Deutschland Hinweise oder Objekte. Anschließend werden die exakten geografischen Angaben, wie Längen- und Breitengrade, des Verstecks im Internet veröffentlicht, sodass andere Geochacher sich auf die Suche nach dem Versteck machen können.

Am Sonntagmittag ist ein 51-jähriger Mann in der Graft in Herrenhausen tot aufgefunden worden.

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Das Versteck, nach dem der 51-Jährige am Sonntagvormittag in Herrenhausen suchte, befand sich unterhalb der Friederikenbrücke, die über einen Wassergraben führt. Beim Versuch, das Versteck in Augenschein zu nehmen, muss der 51-Jährige abgerutscht oder gestürzt und anschließend ins Wasser gefallen sein. Ein Passant hatte den leblosen Körper des Mannes gegen 12 Uhr im Wasser liegend entdeckt und die Polizei verständigt. Der Notarzt, der ebenfalls zur Unfallstelle entsandt wurde, konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. „Es gibt keinerlei Hinweise, die auf Fremdverschulden oder auf eine Straftat hindeuten“, sagt Polizeisprecher Holger Hilgenberg. Der Geocacher, der das Versteck im Jahr 2008 ins Internet gestellt hatte, muss keine Konsequenzen befürchten. Nach Auskunft der Polizei haben bislang 240 Menschen anhand der geografischen Daten das Versteck unter der Brücke entdeckt, ohne dass bislang jemand zu Schaden gekommen sei.

Vor gut vier Jahren hatte ein Geochacher in Hemmingen einen Polizeieinsatz ausgelöst. Er hatte in einem Gulli am Rathausplatz einen Behälter versteckt, in dem sich ein Wecker und mehrere Drähte befanden. Die Beamten sperrten den gesamten Platz weiträumig ab. Erst als sich der Gegenstand als Teil eines Geocaching-Spiels entpuppt hatte, konnte die Sperrung aufgehoben werden.

Geocaching

„Geocaching“ oder auch GPS-Schnitzeljagd genannt, ist eine Art elektronische Schatzsuche. Die Verstecke werden anhand geografischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und können anschließend mit Hilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden.

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