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Nord Mathe verbindet Schüler aller Nationen
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08:20 26.01.2012
Rechnen und reisen: Die Goetheschüler mit den Mathelehrern Gernot Gardinowski (hinten l.) und Ulrike Voigt-Schäfer (hinten r.) sowie Schulleiter Wilhelm Bredthauer (vorne l.). Quelle: Link
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Herrenhausen

Elf Goetheschüler aus dem neunten und zehnten Jahrgang nehmen an dem Mathematik-Projekt teil; jeder von ihnen wird einmal bei einem der internationalen Treffen mit den Partnerschulen im Ausland dabei sein.

Das erste gemeinsame Treffen führte im November 2011 ins tschechische Rájec-Jestrebí in der Nähe von Brno. Dort haben die Schüler versucht, Mathematik im Alltag anzuwenden. „Wir haben zum Beispiel die Punkva-Tropfsteinhöhlen besucht. Da haben wir berechnet, wie viel die Stalagmiten und Stalaktiten in welchen Zeitraum wachsen“, sagt Marina Kruse. Sie und ihre Mitschülerin Irena Skripnyuk waren die einzigen deutschen Schüler bei dem Ausflug nach Tschechien. Begleitet wurden die beiden von den Mathelehrern Gernot Gardinowski und Ulrike Voigt-Schäfer, die das Projekt für die Goetheschule koordinieren.

Auch bei einer Waldwanderung kam die Mathematik zur Positionsbestimmung zum Einsatz. Bei einem Ausflug an einen See bestimmten die Schüler dessen PH-Wert, und im Gymnasium verfolgten die beiden eine Stunde zum Thema „Logarithmus“ auf Tschechisch. Trotz der fremden Sprache fiel es den deutschen Schülern nicht schwer, dem Unterricht zu folgen.

Als nächstes steht für die Goetheschüler im Mai dieses Jahres ein Besuch im südfranzösischen Pau an. Die dritte und letzte Auslandsreise findet für die Gymnasiasten aus Herrenhausen im April 2013 statt. Diese bringt sie ins niederländische Nijmegen.

Zuvor kommen Ende September 2012 aber noch einmal alle Partnerschulen zu einem Besuch nach Hannover. Auch hier sollen die rund 30 Gäste sehen, dass Mathematik im Alltag verwendet werden kann. „Wir planen ein Ausflugsprogramm in der Region Hannover“, sagt Gardinowski. Das Laserzentrum Garbsen, der Berggarten in Herrenhausen und der Zoo Hannover sind als Ausflugsziele bereits eingeplant.

Ab Ostern wird sich die ganze Goetheschule auf den Besuch vorbereiten. Die Comenius-Teilnehmer werden die Gastländer dazu ihren Mitschülern vorstellen. Zu jedem Gastland wollen sie eine kulinarische Spezialität backen und in der Goetheschule verteilen. Die elf Projektteilnehmer informieren darüber hinaus ständig über das Comenius-Projekt.

„Wir stellen auf der Website der Goetheschule regelmäßig Bilder und Texte ein, damit die ganze Schule etwas davon hat“, sagt Cihan Öztorun. Sein Mitschüler Nico Schlüter ergänzt: „Außerdem wollen wir noch eine Vitrine in den Flur stellen, um dort mit Berichten die anderen Schüler zu informieren.“

Die Teilnahme am Comenius-Programm ist für die Goetheschule zwar mit viel bürokratischem Aufwand verbunden, aber kostenlos. Die Ausflüge werden im Rahmen des Programms komplett bezahlt. Comenius ist ein europäisches Programm für die Zusammenarbeit von schulischen Einrichtungen. In Deutschland ist der Pädagogische Austauschdienst der Kultusministerkonferenz als Ansprechpartner für das Programm zuständig.

Christian Link

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