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Nord Naturschützer kritisieren Ihme-Pläne
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Naturschützer kritisieren Ihme-Pläne
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12:28 25.06.2010
An dieser Stelle plant die Stadt, das Ufer für den Hochwasserschutz durch Abgrabungen zu erweitern. 257 Bäume müssten dafür weichen. Quelle: Anika Spuhl

Er verweist auf eine aktuelle Untersuchung der Umweltschützer, wonach 257 Altbäume verlorengehen würden, darunter eine alte Büschel-Rotbuche mit einem Stammumfang von mehr als vier Metern. Statt der geplanten Uferabgrabungen fordert der Wasserexperte nun ein regionsübergreifendes Konzept für den Hochwasserschutz. „Die Stadt hat es versäumt, Ihme und Leine in ihrem Gesamtverlauf zu betrachten“, sagt Wach.

Statt der Ihme-Abgrabungen fordert der BUND Hochwasserschutzmaßnahmen, die bereits wirken, bevor die Leine in das dichtbesiedelte Stadtgebiet gelangt. Dabei haben die Umweltschützer vor allem die Oberliegergemeinden Hemmingen, Laatzen und Sarstedt im Süden Hannovers im Blick. In der Vergangenheit seien dort im potentiellen Überschwemmungsgebiet der Leine rücksichtslos Siedlungen gebaut und in den südlichen Leineauen landwirtschaftliche Flächen bis nah an den Fluss erschlossen worden. Gerade hier müssten aber Stauräume geschaffen werden, damit der Fluss über die Ufer treten könne. Der BUND fordert von der Stadt gemeinsam mit den Oberliegergemeinden Alternativen zu finden. Erst wenn die Verhandlungen zu keinem Ergebnis führten, könne über Abgrabungen an der Ihme nachgedacht werden. Dabei müsse jedoch eine Variante gefunden werden, bei der möglichst viel des alten Baumbestandes erhalten bleibe, betont Wach.

Wie berichtet, haben sich mehr als 50 Anlieger und Betroffene aus der Calenberger Neustadt und Linden bei der Stadt gegen die geplanten Baumfällungen und Abgrabungen am Ihme-Ufer ausgesprochen. Die zuständigen Behörden prüfen die Einwände in den nächsten Monaten. Für kommenden Herbst ist ein Erörterungstermin vorgesehen, bei dem die Argumente noch einmal mündlich vorgetragen werden können.

akt

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