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Nord Neue Ausstellung auf altem Industriegelände
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Neue Ausstellung auf altem Industriegelände
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14:07 03.11.2011
Bald soll rund um diese ehemalige Industriehalle die Ausstellung "mobile Welten" entstehen. Quelle: Nico Herzog
Ledeburg

Auf dem großen ehemaligen Werksgelände von Louis Eilers im Stadtteil Ledeburg geht es voran. Im Rahmen eines Beschäftigungsprojekts lichten Männer das bis vor wenigen Monaten noch wild wuchernde Buschwerk auf dem geplanten Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum für historische Autos und Motorräder. Die neue Besitzergesellschaft hat ein ordentliches Büro eingerichtet, und am 11. November wird der Förderverein für die „Mobilen Welten“ gegründet. Bernd Lange, SPD-Europaabgeordneter, wird voraussichtlich Vorsitzender.

Wie berichtet, soll Hannover ein in Norddeutschland einmaliges Zentrum für historische Automobile und Motorräder bekommen. Es soll aber mehr werden als „nur“ ein Museum, das auch Schienen- und Flugzeugtechnik zeigen will. Eine Gruppe hannoverscher Investoren hatte das Gelände des ehemaligen Louis-Eilers-Stahlwerks im Stadtteil Ledeburg vor wenigen Monaten erworben. Auf dem 68 000 Quadratmeter großen Areal, das seit Jahren kaum noch genutzt wird, soll bis 2013 das „Zentrum für Mobilität“ entstehen, das Geschichte und Zukunft verbinden soll. Nicht nur Klassiker, auch die künftige Elektromobilität sowie der Nahverkehr sollen dort präsentiert werden. Die neue „Eilers Werke Besitzgesellschaft“, in deren Beirat inzwischen auch der gleichnamige Ururenkel von Louis Eilers eingetreten ist, treibt die Bauplanung für das Gelände voran. „Ab Mitte kommenden Jahres“, sagt Investor und Mitinitiator Matthias Korte, „soll gebaut werden.“ Das Stadtplanungsamt hat für die Vorabentwürfe bereits grünes Licht gegeben. „Wir halten das Konzept für machbar und gangbar“, sagt Stadtsprecher Andreas Möser.

Der Förderverein, der sich am 11. November gründen wird, will laut Bernd Lange die Öffentlichkeitsarbeit übernehmen, Spenden für das Projekt einwerben und die Verbindung von Tradition und Zukunft in den „Mobilen Welten“ wissenschaftlich begleiten. Der Verein wird sich auch um die Konzeption der Ausstellungen historischer Vehikel bemühen und Sonderausstellungen, etwa zu Messezeiten, nach Hannover holen. Die Eilers-Besitzgesellschaft verhandelt unterdessen mit Unternehmen, die sich auf dem Gelände ansiedeln wollen, über den Bau entsprechender Gebäude und deren Vermietung. Im Zentrum des Projekts steht die 15 000 Quadratmeter große, eindrucksvolle Industriehalle aus Stein, Stahl und Glas, die das Gelände prägt. „Wenn alles klappt, wird die Halle wieder die historische Fassade von 1901 zeigen“, sagt Matthias Korte, Geschäftsführer der Gesellschaft und Harley-Davidson-Händler in Hannover. Korte dringt darauf, dass die „Mobilen Welten“ Jugendliche für Technik begeistern und ihnen Ausbildungschancen eröffnen sollen. „Handwerksberufe sind traditionell ehrbare Berufe. Wir wollen Jugendlichen die Chance geben, Berufe wie Mechaniker, Lackierer oder Sattler zu lernen.“

Die Investoren haben im Laufe der vergangenen Wochen zahlreiche Kontakte zu Unternehmen und Verbänden geknüpft. „Wir scheinen offene Türen einzurennen“, sagt Achim Weise, Händler für historische Automobile in Hannover-Anderten, der das Projekt mit seinen vielfältigen Kontakten begleitet. „Uns nimmt man einfach ab, dass wir es wirklich ernst meinen“, betont Weise. „Wir wollen hier kein Museum errichten, sondern mobile Welten zeigen.“ Zu den Unterstützern des Projekts zählen zum Beispiel die Hanomag-Freunde, aber auch mit verschiedenen technischen Unternehmen in Hannover sei man im Gespräch.

Die „Mobilen Welten“ bauen inzwischen unter der Adresse www.Eilerswerke.de eine Website auf. Und Geschäftsführer Korte lädt technisch Interessierte ein, die das Projekt unterstützen wollen, sich unter der E-Mail-Adresse M.Korte@Eilerswerke.de zu melden.

hoc

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